Robert Ritter v. Greim

„Ich bin der Chef der deutschen Luftwaffe, aber ich habe keine Luftwaffe“. Robert Ritter von Greims Karriere im Reichsluftfahrtministerium

Robert Greim begann seine militärische Laufbahn in der Königlich Bayerischen Armee und fand zu Beginn des Ersten Weltkriegs in der Artillerie an der Westfront Verwendung. Nach einer Ausbildung zum Flugzeugbeobachter und einer Ausbildung an der Fliegerschule in Schleißheim wurde er ab Februar 1917 als Flugzeugführer eingesetzt. Als Chef der 34. Jagdstaffel und Führer der 10. Weiter

heißmeyer_beitrag

Politische Läuterung durch Mitarbeit im Reichserziehungsministerium? Die gescheiterte Entlastungsstrategie des SS-Führers August Heißmeyer in seinem Spruchkammerverfahren

Eine der Arbeitshypothesen unseres Forschungsprojekts ist die Annahme, dass es den Angehörigen der vier zu untersuchenden Reichsministerien aus zwei Gründen schwerer fiel als anderen NS-belasteten Beamten, ihre beruflichen Karrieren nach dem Krieg fortzusetzen: zum einen, weil ihre Dienststellen keine Nachfolgebehörden in der Bundesrepublik fanden, in die sie hätten wiederaufgenommen werden können, und zum anderen, weil Weiter

Fokker & Lipezk

Die getarnte Ausbildungsstätte Lipezk in der Sowjetunion. Heimliche Luftwaffenrüstung in der Zeit der Weimarer Republik

Die politische Isolierung des Deutschen Reichs und der noch jungen Sowjetunion nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, die Neugründung Polens, welches aufgrund seiner Grenzen mit beiden Staaten im Konflikt stand, und die militärischen Restriktionen des Versailler Vertrags für Deutschland führten von 1920 bis 1933 zwischen der Reichswehr und der Roten Armee zu einer geheimen Zusammenarbeit. Weiter

Göring, Galland, Loerzer, Speer

„Na gut, dann sind Sie also der erste deutsche Fliegergeneral“. Vom Hauptmann zum General binnen eines Tages

„Göring kommt. Das alte Ekel. Will General werden. Warum nicht gleich Feldmarshall [sic]. Göring hat nur Rosinen im Kopf. Er brüskiert alle Menschen durch sein pampiges Großmannstum“, notierte Joseph Goebbels am 23. August 1933 in sein Tagebuch. Wenige Tage später, am 30. August 1933 erfolgte die Beförderung des Hauptmanns a.D. Hermann Göring zum General der Infanterie. Weiter

fechenbachbeitrag

Von einem, der „solche Dinge für unmöglich gehalten“ hat: Hans-Joachim Riecke und der Mord an Felix Fechenbach

Ein wesentlicher Bestandteil des Forschungsprojekts „Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien“ ist es, die Karrieren der Bürokraten über ihre Anstellung in den Ministerien hinaus in den Blick zu nehmen. Bei der Frage nach politischen Vorerfahrungen der Beamtenschaft nimmt das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete vermutlich eine gewisse Sonderrolle ein, entstand es doch 1941 erst deutlich später als die Weiter

Schaumburg_Lippe_FC_beitrag

Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe und sein Lebenslauf in der Theodore-Abel-Collection – Ein Aufschneider im Propagandaministerium

„400 Mark zu gewinnen“ lautete die Überschrift eines Preisausschreibens, das im Juni 1934 in der nationalsozialistischen Parteipresse lanciert wurde und die „besten persönlichen Lebensgeschichten von Anhängern der Hitlerbewegung“ prämierte. Alle Deutschen, die bereits vor dem 1. Januar 1933 Mitglied in der NSDAP oder einer ihrer Gliederungen gewesen waren oder sich in ihrem Sinne betätigt hatten, Weiter

Wacker_Otto_2_Beitrag

Ein Landesminister im Reichserziehungsministerium: Otto Wacker über seine Zeit als Leiter des Amts Wissenschaft 1937–1939

Im Alter von nur 40 Jahren verstarb im Februar 1940 der badische Minister des Kultus und Unterrichts Otto Wacker (1899–1940). Seine Frau Mercedes hielt einige Jahre später rückblickend fest: „Der frühe Tod meines Mannes trat durch heftige Auseinandersetzungen mit den zuständigen Berliner Stellen ein, da seine Pflichterfüllung oft im Widerspruch zu den ihm übergeordneten Dienststellen Weiter

Bundesarchiv_Bild_146-1969-067-10,_Alfred_Rosenberg_Beitrag

„Rosenberg, jetzt ist Ihre grosse Stunde gekommen!“ – Die Einrichtung des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete in den Tagebüchern Alfred Rosenbergs

Als vor knapp fünf Jahren die verschollen geglaubten Tagebücher Alfred Rosenbergs im Nachlass des ehemaligen stellvertretenden amerikanischen Chefanklägers bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen Robert Kempner wiederauftauchten, waren die Erwartungen groß, dass neue Erkenntnisse über die deutschen Planungen zur Judenvernichtung gewonnen werden könnten oder vielleicht sogar Teile der Geschichte des Nationalsozialismus neu geschrieben werden müssten. Immerhin versprachen Weiter