Berlin, Reichsluftfahrtministerium

Im Schatten von Albert Speer? Die Karriere des Architekten Ernst Sagebiel und das Bauwesen der Luftwaffe

Er schuf nicht nur die bedeutendsten und repräsentativsten Bauten der Luftwaffe, sondern war auch der einzige Mitarbeiter der Bauverwaltung des Reichsluftfahrtministeriums, dessen Name entgegen dem „Ethos der anonymen Werkgemeinschaft“ bei Veröffentlichungen seiner Werke genannt wurde. Die zwölf Jahre des Nationalsozialismus sollten den Schwerpunkt seiner architektonischen Tätigkeit ausmachen und sie markierten auch den Höhepunkt seiner Karriere. Weiter

Schreibtisch_Goebbels-beitrag

Ideologie und Pragmatismus. Zur personellen Ausgestaltung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda in seiner Frühphase

Als Goebbels im Frühjahr 1933 sein Ministerium errichtete, rückte natürlich bald die Frage nach der personellen Ausgestaltung in den Vordergrund. In einem seiner Tagebucheinträge aus dieser Zeit, die er in „Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei“ 1934 veröffentlichte, hieß es: „Die Organisation des Ministeriums ist nun fertig. Organisationen an sich bedeuten ja nicht viel, wenn man an Weiter

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„Deutsche Wiedergeburt“ durch einen „Chor der Rache“. Die Luftfahrt und der Nationalsozialismus

Neben der unverkennbaren Handschrift der Parteipolitik der NSDAP bei der Einrichtung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, des Reichsministeriums für Erziehung, Wissenschaft und Volksbildung, sowie des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete, erfüllte auch die Gründung des Reichsluftfahrtministeriums zentrale ideologische Bestandteile des Nationalsozialismus. Im Nationalsozialismus wie auch im italienischen Faschismus manifestierten sich in der Aviatik der Weiter

Pogrom_Beitrag

„Verbrecher am Frieden Europas“: Der Regierungsrat Wolfgang Diewerge und die NS-Presseberichterstattung im Vorfeld der Novemberpogrome 1938

Anfang November 1938 hatte der 17-jährige Herschel Grynszpan, ein in Hannover geborener Jude mit polnischer Staatsangehörigkeit, der in Paris bei einem Onkel lebte, von der gewaltsamen Zwangsausweisung seiner Familie im Rahmen der „Polenaktion“ erfahren. Wenige Tage später, am 7. November betrat er daraufhin mit einem Revolver das deutsche Botschaftsgebäude in der französischen Hauptstadt, wo er Weiter

Bundesarchiv_Bild_102-13015,_Joseph_Goebbels_und_Alfred_Rosenberg_beitrag

Der temperamentvolle Studienrat mit wenig innerlichem Halt und der „Mephisto unserer einst so geraden Bewegung“: Alfred Rosenberg über seine Ministerkollegen Bernhard Rust und Joseph Goebbels

Wie andere prominente Nationalsozialisten, die sich seit dem Herbst 1945 vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg verantworten mussten, nutzte auch Alfred Rosenberg seine Haft zu schriftstellerischer Tätigkeit, die dazu dienen sollte, sich selbst, den Anklägern und wohl auch der Nachwelt die eigene politische Biographie zu deuten. Unter den von Rosenberg in Nürnberg hinterlassenen Papieren findet Weiter

KZ-Gedenkstätte Dachau

Sie waren eine „große Hilfe“. Das Sanitätswesen des Reichsluftfahrtministeriums und seine KZ-Menschenversuche für die Luftwaffe

„Es war für die Häftlinge das Schlimmste, was ihnen passieren konnte. […] Es wurde bei einer Sektion festgestellt, nachdem die Brust geöffnet war und auch der Schädel, dass das Herz noch schlug. […] Während der Höhenflugversuche kamen 70 – 80 Personen ums Leben“, gab der ehemalige KZ-Häftling Walter Neff, der bei den Versuchen assistieren musste, Weiter

Frankreich, Radargerät

Das Reichsluftfahrtministerium und der Radarkrieg

Das Reichsluftfahrtministerium war nicht nur mit der Konzeption einer neuen eigenständigen Teilstreitkraft betraut, koordinierte Bomber- und Jägerstaffeln, Fallschirmtruppen und den Einsatz von Flakartillerie, sondern focht den Zweiten Weltkrieg auch auf einem bis dahin völlig unbekannten Terrain aus. Protagonisten beschrieben diese „elektronische Kriegsführung“ später als „höchst geheimen Krieg“, welcher durch „Nacht und Nebel“ mit „Instrumenten der Weiter

Fußballblog_Beitrag

Fußball, Propaganda und Erziehung. Eine Sportart und ihre Instrumentalisierung durch nationalsozialistische Reichsministerien

Als „schwärzesten Tag des deutschen Fußballsportes in der Nachkriegszeit“ bezeichnete die Presse den 9. Juni 1938: „Nie hat Deutschland eine peinlichere Niederlage erlitten, als an diesem Junitag im Prinzen-Park zu Paris“ (Der Führer, 12.6.1938). Was war geschehen? Am 4. Juni hatte die Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich begonnen, fünf Tage später schied die deutsche Nationalmannschaft im Pariser Weiter

Below, Speer, Buhle, Hitler, Keitel

„Ein unmilitärischer Haufen“ von „Amateursoldaten“ – Die Erinnerungen des Luftwaffenadjutanten Hitlers Nicolaus von Below an das Reichsluftfahrtministerium

Oberst Nicolaus von Below war von 1937 bis 1945 der persönliche Luftwaffenadjutant Adolf Hitlers. Der zum Zeitpunkt seiner Einstellung 29-Jährige blieb bis zum 29. April 1945 an dessen Seite. In den darauffolgenden drei Jahren Kriegsgefangenschaft fing er an, seine Erlebnisse aus seiner Zeit als Adjutant niederzuschreiben. Auf Grundlage dieser Notizen veröffentlichte er 1980, drei Jahre Weiter

Kaiserhof_beitrag

„Es wird gleich Ministerium. […] Ich freue mich unmenschlich.“ Die Vorgeschichte des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda in den Tagebucheinträgen von Joseph Goebbels

Eine viel genutzte Quelle zur Geschichte des Nationalsozialismus sind die Tagebücher von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels. Seine in den Jahren 1923 bis 1945 notierten Erlebnisse und Einschätzungen, insbesondere der Akteure des nationalsozialistischen Regimes, liefern einen Einblick in das Innere des „Dritten Reichs“ und den Aufstieg der NSDAP. Zugleich stellen die Tagebücher jedoch, wie Peter Longerich in Weiter