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Eine Musterkarriere im Propagandaministerium: Aufstieg und Ende des Ministerialdirigenten Wilfrid Bade

Dieser Mann dürfte ganz nach dem Geschmack seines späteren Chefs Joseph Goebbels gewesen sein: Nach dem Studium eines geisteswissenschaftlichen Fächerkanons von Geschichte bis Germanistik in Berlin und Leipzig hatte Wilfrid Bade (1906–1945) eine journalistische Laufbahn im Scherl-Verlag eingeschlagen. Zunächst Assistent in der Zentralstelle der Redaktionen in Berlin, ging er schon bald als Korrespondent des zum Weiter

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Ein Netzwerk in der Nachkriegszeit: Goebbels‘ Staatssekretär Werner Naumann und sein „Naumann-Kreis“

Am 25. Oktober 1982 starb Werner Naumann im Alter von 73 Jahren in Lüdenscheid. Der promovierte Volkswirt war 1937 als Mitarbeiter des Ministerbüros in den Dienst des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels eingetreten. 1938 wurde er Leiter des 1940 in Ministeramt umbenannten Ministerbüros und stieg 1944 zum geschäftsführenden Staatssekretär des Reichspropagandaministeriums auf. Von Hitler wurde er testamentarisch Weiter

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Von der Front ins Ministerium: Zur Rekrutierung der Referenten Gebhard Ludwig Himmler, Wilfred von Oven und Kurt Frowein für das Reichserziehungs- und das Reichspropagandaministerium

Mit dem Überfall des Deutschen Reichs auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Bereits zum August waren die Einberufungsbefehle der Wehrmacht ergangen, so auch an Gebhard Ludwig Himmler (1898-1982), den älteren Bruder des Reichsführers SS Heinrich Himmler, der als Kompanieführer in den Krieg einziehen sollte. Wilfred von Oven (1912-2008) und Kurt Frowein Weiter

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Psychiater und Referent im Reichserziehungsministerium: Maximinian de Crinis

Zwischen dem 19. Februar und dem 19. März wurde die zweite Staffel der Fernsehserie „Charité“ in der ARD ausgestrahlt. Sie erzählt die erfundene Geschichte der angehenden Ärztin Anni Waldhausen und spielt in den letzten Jahren der nationalsozialistischen Diktatur und des Zweiten Weltkriegs. Neben fiktiven Charakteren sind auch historische Figuren Teil der Serie, so unter anderem Weiter

Berlin, Reichsluftfahrtministerium

Im Schatten von Albert Speer? Die Karriere des Architekten Ernst Sagebiel und das Bauwesen der Luftwaffe

Er schuf nicht nur die bedeutendsten und repräsentativsten Bauten der Luftwaffe, sondern war auch der einzige Mitarbeiter der Bauverwaltung des Reichsluftfahrtministeriums, dessen Name entgegen dem „Ethos der anonymen Werkgemeinschaft“ bei Veröffentlichungen seiner Werke genannt wurde. Die zwölf Jahre des Nationalsozialismus sollten den Schwerpunkt seiner architektonischen Tätigkeit ausmachen und sie markierten auch den Höhepunkt seiner Karriere. Weiter

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Ideologie und Pragmatismus. Zur personellen Ausgestaltung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda in seiner Frühphase

Als Goebbels im Frühjahr 1933 sein Ministerium errichtete, rückte natürlich bald die Frage nach der personellen Ausgestaltung in den Vordergrund. In einem seiner Tagebucheinträge aus dieser Zeit, die er in „Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei“ 1934 veröffentlichte, hieß es: „Die Organisation des Ministeriums ist nun fertig. Organisationen an sich bedeuten ja nicht viel, wenn man an Weiter

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„Deutsche Wiedergeburt“ durch einen „Chor der Rache“. Die Luftfahrt und der Nationalsozialismus

Neben der unverkennbaren Handschrift der Parteipolitik der NSDAP bei der Einrichtung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, des Reichsministeriums für Erziehung, Wissenschaft und Volksbildung, sowie des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete, erfüllte auch die Gründung des Reichsluftfahrtministeriums zentrale ideologische Bestandteile des Nationalsozialismus. Im Nationalsozialismus wie auch im italienischen Faschismus manifestierten sich in der Aviatik der Weiter

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„Verbrecher am Frieden Europas“: Der Regierungsrat Wolfgang Diewerge und die NS-Presseberichterstattung im Vorfeld der Novemberpogrome 1938

Anfang November 1938 hatte der 17-jährige Herschel Grynszpan, ein in Hannover geborener Jude mit polnischer Staatsangehörigkeit, der in Paris bei einem Onkel lebte, von der gewaltsamen Zwangsausweisung seiner Familie im Rahmen der „Polenaktion“ erfahren. Wenige Tage später, am 7. November betrat er daraufhin mit einem Revolver das deutsche Botschaftsgebäude in der französischen Hauptstadt, wo er Weiter

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Der temperamentvolle Studienrat mit wenig innerlichem Halt und der „Mephisto unserer einst so geraden Bewegung“: Alfred Rosenberg über seine Ministerkollegen Bernhard Rust und Joseph Goebbels

Wie andere prominente Nationalsozialisten, die sich seit dem Herbst 1945 vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg verantworten mussten, nutzte auch Alfred Rosenberg seine Haft zu schriftstellerischer Tätigkeit, die dazu dienen sollte, sich selbst, den Anklägern und wohl auch der Nachwelt die eigene politische Biographie zu deuten. Unter den von Rosenberg in Nürnberg hinterlassenen Papieren findet Weiter

KZ-Gedenkstätte Dachau

Sie waren eine „große Hilfe“. Das Sanitätswesen des Reichsluftfahrtministeriums und seine KZ-Menschenversuche für die Luftwaffe

„Es war für die Häftlinge das Schlimmste, was ihnen passieren konnte. […] Es wurde bei einer Sektion festgestellt, nachdem die Brust geöffnet war und auch der Schädel, dass das Herz noch schlug. […] Während der Höhenflugversuche kamen 70 – 80 Personen ums Leben“, gab der ehemalige KZ-Häftling Walter Neff, der bei den Versuchen assistieren musste, Weiter