Berlin, Reichsluftfahrtministerium

Im Schatten von Albert Speer? Die Karriere des Architekten Ernst Sagebiel und das Bauwesen der Luftwaffe

Er schuf nicht nur die bedeutendsten und repräsentativsten Bauten der Luftwaffe, sondern war auch der einzige Mitarbeiter der Bauverwaltung des Reichsluftfahrtministeriums, dessen Name entgegen dem „Ethos der anonymen Werkgemeinschaft“ bei Veröffentlichungen seiner Werke genannt wurde. Die zwölf Jahre des Nationalsozialismus sollten den Schwerpunkt seiner architektonischen Tätigkeit ausmachen und sie markierten auch den Höhepunkt seiner Karriere. Weiter

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Karl Gallwitz

Lebenslauf 29. Januar 1882 Geboren in Pitschen (Oberschlesien) 1902 – 1906 Architekturstudium an den Technischen Hochschulen Darmstadt & Berlin-Charlottenburg 1906 – 1912 Regierungsbauführer in Berlin, Potsdam und bei der Heeresbauverwaltung 1912 – 1913 Vorstand des Militärbauamts Potsdam 1914 – 1919 Vorstand des Militärbauamts Ohrdruf 1914 – 1918 Militärdienst in verschiedenen Infanterieregimentern, wird als Hauptmann d. Weiter

Adolf Baeumker

Adolf Baeumker

Lebenslauf 14. Juli 1891 Geboren in Breslau 1908 Eintritt in das Heer 1909 Besuch der Kriegsschule Glogau 1915 Ernennung zum Oberleutnant 1915 – 1916 Flugzeugbeobachter Feldfliegerabteilung 65 1916 – 1917 Im Fliegerstab des Oberkommandos Heeresgruppe Linsingen 1917 Auszeichnung „kleiner Pour le Mérite“ 1918 Bataillonsführer Infanterieregiment 225 & Publikation Geschichte der deutschen Flugzeugindustrie 1918 – 1919 Studium Weiter

Ernst Sagebiel

Ernst Sagebiel

Lebenslauf 2. Oktober 1892 Geboren in Braunschweig 1912 Abitur an der Johann-Albrecht-Oberrealschule Braunschweig 1912 Beginn Studium Hochbau an der Technischen Hochschule Braunschweig 1914 Eintritt in das Heer 1915 – 1920 Französische Kriegsgefangenschaft in Château Landon 1922 Abschluss des Studiums 1922 Architekt im Regierungsbaumeisteramt Bonn 1923 Architekt im Preußisches Neubauamt der Universität Bonn 1924 Hochzeit mit Weiter

Fritz Görnnert

Fritz Görnnert

Lebenslauf 18. März 1907 Geboren in Karlsruhe 1923 Eintritt in die SA 1924 Schulabbruch und Bestehen des „wilden Abiturs“ 1924 Zeitfreiwilliger der Reichswehr Württemberg 1927 – 1928 Studium der Mathematik und Naturwissenschaften an der Universität Heidelberg und Eintritt in den NS-Studentenbund 1928 – 1933 Maschinenbau & Eisenbahnwesen Studium an der Technischen Hochschule Karlsruhe 1930 Eintritt Weiter

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„Deutsche Wiedergeburt“ durch einen „Chor der Rache“. Die Luftfahrt und der Nationalsozialismus

Neben der unverkennbaren Handschrift der Parteipolitik der NSDAP bei der Einrichtung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, des Reichsministeriums für Erziehung, Wissenschaft und Volksbildung, sowie des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete, erfüllte auch die Gründung des Reichsluftfahrtministeriums zentrale ideologische Bestandteile des Nationalsozialismus. Im Nationalsozialismus wie auch im italienischen Faschismus manifestierten sich in der Aviatik der Weiter

KZ-Gedenkstätte Dachau

Sie waren eine „große Hilfe“. Das Sanitätswesen des Reichsluftfahrtministeriums und seine KZ-Menschenversuche für die Luftwaffe

„Es war für die Häftlinge das Schlimmste, was ihnen passieren konnte. […] Es wurde bei einer Sektion festgestellt, nachdem die Brust geöffnet war und auch der Schädel, dass das Herz noch schlug. […] Während der Höhenflugversuche kamen 70 – 80 Personen ums Leben“, gab der ehemalige KZ-Häftling Walter Neff, der bei den Versuchen assistieren musste, Weiter

Frankreich, Radargerät

Das Reichsluftfahrtministerium und der Radarkrieg

Das Reichsluftfahrtministerium war nicht nur mit der Konzeption einer neuen eigenständigen Teilstreitkraft betraut, koordinierte Bomber- und Jägerstaffeln, Fallschirmtruppen und den Einsatz von Flakartillerie, sondern focht den Zweiten Weltkrieg auch auf einem bis dahin völlig unbekannten Terrain aus. Protagonisten beschrieben diese „elektronische Kriegsführung“ später als „höchst geheimen Krieg“, welcher durch „Nacht und Nebel“ mit „Instrumenten der Weiter

Below, Speer, Buhle, Hitler, Keitel

„Ein unmilitärischer Haufen“ von „Amateursoldaten“ – Die Erinnerungen des Luftwaffenadjutanten Hitlers Nicolaus von Below an das Reichsluftfahrtministerium

Oberst Nicolaus von Below war von 1937 bis 1945 der persönliche Luftwaffenadjutant Adolf Hitlers. Der zum Zeitpunkt seiner Einstellung 29-Jährige blieb bis zum 29. April 1945 an dessen Seite. In den darauffolgenden drei Jahren Kriegsgefangenschaft fing er an, seine Erlebnisse aus seiner Zeit als Adjutant niederzuschreiben. Auf Grundlage dieser Notizen veröffentlichte er 1980, drei Jahre Weiter

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Willy Fisch

Lebenslauf 12. September 1886 Geboren in Berlin 25. September 1905 Eintritt in das Heer 1914 – 1915 Flugzeugführer der Fliegerabteilung 29 1917 – 1919 Referent im Reichskriegsministerium 1919 – 1933 Ministerialrat im Reichsverkehrsministerium 1933 – 1945 Ministerialdirektor und Chef des Allgemeinen Amts im RLM 1. April 1938 Major der Reserve 1. September 1941 Rang eines Weiter