Landesarchiv BW StAS Wü 13 T 2_651--006_0001-beitrag

Der Verbindungsmann des Ostministeriums im „Führerhauptquartier“. Aus dem politischen Lebensweg Werner Koeppens (1910–1994) (Teil II)

Ein Hauptaugenmerk des Forschungsprojekts liegt auf den Nachkriegswegen der ehemaligen Mitarbeiter der nachfolgelosen Reichsministerien und den mit dem Begriff der Entnazifizierung verbundenen Prozessen ihrer gesellschaftlichen Reintegration. Obwohl Werner Koeppen in der Bonner Republik keine Spitzenämter mehr innehatte und keinen mit seiner Karriere im „Dritten Reich“ vergleichbaren beruflichen Wiederaufstieg vollbrachte, stellt sich die Frage nach der Weiter

Schloss Harnekop, SA-Führerschule, Schulführer

Werner Koeppen

Lebenslauf 26. Sept. 1910 Geburt in Leipzig 1917 Einschulung in die Volksschule in Leipzig 1917 – 1929 Besuch verschiedener Schulen in Berlin, Stettin, Heilbronn und Nürnberg 1929 Abitur an einer Oberrealschule in Nürnberg 1929 – 1935 Studium der Germanistik, Geschichte und Geographie an der Universität Erlangen 1. Mai 1931 Eintritt in die NSDAP 1931 Eintritt Weiter

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Der Verbindungsmann des Ostministeriums im „Führerhauptquartier“. Aus dem politischen Lebensweg Werner Koeppens (1910–1994) (Teil I)

Für das polykratische Herrschaftssystem des Nationalsozialismus war es typisch, dass die politischen und administrativen Zuständigkeiten zwischen den verschiedenen Herrschaftsebenen und Verwaltungsinstanzen nicht klar voneinander abgegrenzt waren und es in der Folge zu Kompetenzstreitigkeiten und regelrechten Machtkämpfen kam. Auch wenn neuere Forschungen in Abgrenzung zur klassischen Polykratiethese davon abgerückt sind, diese systemimmanenten Rivalitäten einseitig zur Ursache Weiter

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Franz-Frederik Schmidt-Dumont

Lebenslauf 23. Feb. 1882 Geburt in Hamburg-Altona als Franz-Frederik Schmidt 1901 Abitur 1901 – 1910 Studium der Naturwissenschaften sowie später der Fächer Jura, Nationalökonomie und Sprachen (Russisch, Türkisch, Hebräisch, Polnisch, Arabisch) in Lausanne, Hannover, Edinburgh, Königsberg, München, Breslau, Berlin, Hamburg, Moskau und Heidelberg April 1906 Referendarexamen beim Oberlandesgericht Berlin 1907 Promotion zum Dr. iur. 1908 Weiter

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Hans-Albrecht Grüninger

Lebenslauf 19. Feb. 1906 Geburt in Offenburg 1928 Rechtsreferendar Unbek. Promotion zum Dr. iur. 1932 Gerichtsassessor 29. Okt. 1932 Eintritt in die NSDAP 20. März 1933 Hilfsarbeiter im Badischen Ministerium für Kultus und Unterricht 1. Sept. 1933 Eintritt in die SS 1933 – 1939 persönlicher Referent des badischen Unterrichtsministers Otto Wacker 1934 Ernennung zum Regierungsrat Weiter

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Ernst Bargheer

Lebenslauf 19. Mai 1892 Geburt in Finkenwerder (heute Hamburg) Unbek. Volksschule in Finkenwerder Unbek. Höhere Schule in Hamburg Unbek. Ausbildung zum Volksschullehrer Bis 1914 Ausübung des Volksschullehrerberufs in Hamburg 1914 – 1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg, zuletzt als Hauptmann 1919 Nach Tod beider Eltern Übernahme der Vormundschaft für sechs Geschwister, darunter der Maler Eduard Bargheer Weiter

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Eberhard Fangauf

Lebenslauf 20. Mai 1895 Geburt in Berlin 1914 – 1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg, als Pioniersturmtruppführer mit Einweisung von Kameramännern betraut 1918 schwere Verletzung und Entlassung aus dem Kriegsdienst als Leutnant der Reserve 1920 Entlassung aus dem Heeresdienst als 50% Schwerkriegsbeschädigter Nach 1920 Bühnenausbildung unter dem Künstlernamen Hardy Busch Nach 1920 Abgebrochenes Studium der Literatur Weiter

Erich-Schmidt-aus-Hamburger-Fremdenblatt-Nr.-28-vom-28.1.1939_q

Erich Schmidt

Lebenslauf 31. Juli 1900 Geburt in Schwerin 1907 – 1915 Besuch der Volksschule Danach kaufmännische Ausbildung an der Handelsschule Juni 1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg Feb. 1919 In der Stadtverwaltung Schwerin im Bürodienst tätig 1920 Übersiedlung nach Hamburg Juni – Nov. 1920 kurzzeitig Selbsständiger im Auktionswesen Nov. 1920 – Mai 1923 beschäftigt bei der Schutzpolizei Weiter

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Moritz von Schirmeister

Lebenslauf 12. Aug. 1908 Geburt in Mühlhausen (Elsass) 1. Okt. 1931 Eintritt in die NSDAP 1933 Presseredakteur im neugegründeten RMVP; Ernennung zum Regierungsrat 1938 – 1942 Persönlicher Pressereferent von Minister Goebbels im Rang eines Oberregierungsrats 1941 – Jan. 1942 Mehrere Monate Soldat im Russlandfeldzug Jan. 1942 – 1. Juli 1943 Rückkehr in seine alte Stellung Weiter

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Hans-Joachim Rechenberg

Lebenslauf 20. Sept. 1910 Geburt in Kemnitz bei Triebel (heute Polen) 30. Aug. 1930 Eintritt in die NSDAP 1933 Teilnahme am Reichstagsbrandprozess als Vertreter des Preußischen Pressedienstes 1935 – 1938 Eintritt in den Staatsdienst als Regierungsrat; Stellvertretender Leiter der Presstestelle des Beauftragten für den Vierjahresplan, Hermann Göring; Pressereferent im Preußischen Staatsministerium Feb. 1938 Pressereferent des Weiter