Werner Koeppen

Verbindungsreferent im RMfdbO

Bundesarchiv, B 145 Bild-P049604 / Weinrother, Carl / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de

Lebenslauf

26. Sept. 1910 Geburt in Leipzig
1917 Einschulung in die Volksschule in Leipzig
1917 – 1929 Besuch verschiedener Schulen in Berlin, Stettin, Heilbronn und Nürnberg
1929 Abitur an einer Oberrealschule in Nürnberg
1929 – 1935 Studium der Germanistik, Geschichte und Geographie an der Universität Erlangen
1. Mai 1931 Eintritt in die NSDAP
1931 Eintritt in die SA
Feb. 1932 Führer einer SA-Schar in Nürnberg
Sept. 1932 Führer eines SA-Trupps in Nürnberg
Juni 1933 Führer eines SA-Trupps in Nürnberg
1934 Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit über „Die Anfänge der Arbeiter- und Gesellenbewegung in Franken“
Mai 1935 Abschluss des Studiums mit dem Staatsexamen
Juni 1935 Hauptamtlicher Adjutant der SA-Brigade Regensburg
Juli 1936 Sportlehrer für SA-Sportabzeichen-Lehrgänge an der SA-Gruppenschule Thurnau (Oberfranken)
April 1937 Als SA-Sturmbannführer in gleicher Funktion an die zur Obersten SA-Führung gehörenden Reichsführerschule der SA nach Dresden versetzt
ab August 1937 Stellvertreter des persönlichen Referenten des Reichsleiters Alfred Rosenberg bei der Dienststelle des „Beauftragten des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP“ (DBFU)
ab Februar 1938 Beförderung zum persönlichen Referenten Rosenbergs als DBFU
Aug. 1939 Einberufung zur Wehrmacht
Sep. – Okt. 1939 Teil der deutschen Besatzungstruppen in Polen
Jan. 1940 Beförderung zum Unteroffizier
Mai 1940 – Juni 1940 Teilnahme am Frankreichfeldzug
Juni 1940 – Okt. 1940 Lazarettaufenthalt nach Verwundung beim Übergang der Aisne
Okt. 1940 Rückkehr an die alte Dienststelle (DBFU)
Juni 1941 – März 1943 Verbindungsreferent des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete im “Führerhauptquartier”
März 1943 Rückkehr an die alte Dienststelle (DBFU)
Nov. 1944 Erneute Einberufung zur Wehrmacht
Feb. 1945 – Feb. 1946 Amerikanische Kriegsgefangenschaft
Feb. 1946 – Mai 1948 Zivilinternierung in verschiedenen Lagern und Untersuchungsgefängnissen in Aschaffenburg, Darmstadt, Zuffenhausen, Dachau, Nürnberg, Reutlingen, Tübingen und Balingen
Dezember 1948 Einreihung in die Gruppe der “Minderbelasteten” (Kategorie III) durch die Interniertenlagerspruchkammer Balingen
Jan. 1949 Entlassung aus dem Interniertenlager Balingen
Dezember 1951 Ablauf der von der Spruchkammer als Sühnemaßnahme verhängten Bewährungsfrist
1950er Jahre Anstellungen als einfacher Hilfs- und Landarbeiter
1960er Jahre Angestellter eines Versicherungsunternehmens
1960er Jahre Zeitweise Vizepräsident des rechtsradikalen „Deutschen Kulturwerks europäischen Geistes“
1977 Autor der apologetischen “Gedanken zur Ostpolitik Alfred Rosenbergs”
1994 Tod in München

 

Literatur

Bollmus, Reinhard: Das Amt Rosenberg und seine Gegner. Studien zum Machtkampf im nationalsozialistischen Herrschaftssystem (=Studien zur Zeitgeschichte, Bd. 1), München 22006.

Piper, Ernst: Alfred Rosenberg. Hitlers Chefideologe, München 2005.

Vogt, Martin: Einleitung, in: Ders. (Hrsg.): Herbst 1941 im „Führerhauptquartier“. Berichte Werner Koeppens an seinen Minister Alfred Rosenberg (=Materialien aus dem Bundesarchiv, Heft 10), Koblenz 2002, S. IV–XXXVIII.

Zellhuber, Andreas: “Unsere Verwaltung treibt einer Katastrophe zu…”. Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete und die deutsche Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion 1941–1945 (= Berlin & München. Studien zu Politik und Geschichte, Bd. 3), München 2006.

 

Quellen

BArch, R 9361-IX Kartei 21940143; R 9361-VIII Kartei 14860547.

BayHStA, MK 33486.

DRK-Suchdienst München, ZNK, Werner Koeppen.

IfZ München, ZS-0959, Koeppen, Dr. Werner.

LA Berlin, B Rep. 031-03-07 Nr. 3221.

StadtA München, NL KOEP-W.

StA Sigmaringen, Wü 13 T 2 Nr. 651/006; Wü 13 T 2 Nr. 2716/075; Wü 13 T 2 Nr. 2655/449.

Vogt, Martin (Hrsg.): Herbst 1941 im „Führerhauptquartier“. Berichte Werner Koeppens an seinen Minister Alfred Rosenberg (=Materialien aus dem Bundesarchiv, Heft 10), Koblenz 2002.

 

Normdaten

GND: 124254624

 

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