Erich Schmidt

Hauptabteilungsleiter im RMVP

Hamburger Fremdenblatt Nr. 28 vom 28.1.1938

Lebenslauf

31. Juli 1900 Geburt in Schwerin
1907 – 1915 Besuch der Volksschule
Danach kaufmännische Ausbildung an der Handelsschule
Juni 1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg
Feb. 1919 In der Stadtverwaltung Schwerin im Bürodienst tätig
1920 Übersiedlung nach Hamburg
Juni – Nov. 1920 kurzzeitig Selbsständiger im Auktionswesen
Nov. 1920 – Mai 1923 beschäftigt bei der Schutzpolizei Hamburg, aus dem Dienst entlassen wegen eines Falles der fahrlässigen Tötung im Dienst, strafrechtliches Verfahren wird eingestellt
Okt. 1931 Eintritt in die NSDAP
Bis 1933 Bekleidung mehrerer Parteiämter
1933 – 1935 NSDAP-Kreisleiter im Kreis Hamburg-Eppendorf
Ab Jan. 1934 zusätzlich Gaupressewert der NSDAP in hamburg und beim Parteiorgan “Hamburger Tageblatt” beschäftigt
1934 Ins RMVP übernommen als Pressereferent und kommissarischer Leiter der Landesstelle Hamburg, zugleich Landeskulturverwalter der Reichskulturkammer
1935 Gaupropagandaleiter im NSDAP-Gau Hamburg und Leiter des Reichspropagandamates Hamburg
1. April 1935 Offizielle Ernennung zum Leiter des Landessstelle Hamburg des RMVP
April 1938 Erfolglose Kandidatur auf der Liste zum Großdeutschen Reichstag
Jan. 1939 Auf Betreiben Goebbels´ ins RMVP nach Berlin versetzt, dort Hauptgeschäftsführer der Reichskulturkammer, Aussscheiden aus NSDAP-Ämtern in Hamburg
Juli 1940 Hauptabteilungsleiter des Hauptamts “Volksaufklärung und Propaganda” im deutsch besetzten Generalgouvernenemt
April 1941 Ablösung als Hauptamtsleiter durch seinen Stellvertreter Wilhelm Ohlenbusch nach Skandalen um Alkoholmissbrauch
April 1941 – Dez. 1941 beschäftigt beim Reichskommissar für die besetzten norwegischen Gebiete im Bereich Propaganda
April 1942 Beendigung der Tätigkeit bei der Reichskulturkammer und Rückkehr nach Hamburg
Juni 1942 Eintritt in die SS
1981 Tod

 

Literatur

Stockhorst, Erich: Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich? Velbert 1967, S. 385.

Jockheck, Lars: Propaganda im Generalgouvernement – Die NS-Besatzungspresse für Deutsche und Polen 1939–1945, Osnabrück 2006, S. 76.

 

Quellen

Boelcke, Willi A. (Hg.): Kriegspropaganda 1939–1941. Geheime Ministerkonferenzen im Reichspropagandaministerium, Stuttgart 1966, S. 69.

Friedrich, Klaus-Peter (Bearb.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Bd 4: Polen – September 1939-Juli 1941, München 2011, S. 317, Dok. 131, Anm. 7.

Präg, Werner/ Jacobmeyer, Wolfgang (Hgg.): Das Diensttagebuch des deutschen Generalgouverneurs in Polen 1939–1948, Stuttgart 1975, S. 952.

Schmidt, Erich, in: Pressemappe des 20. Jahrhunderts. Digitalisierung der Pressearchive von HWWA und IFW. Online unter: http://webopac.hwwa.de/PresseMappe20E/Digiview_MID.cfm?mid=P015656 (19.10.2020).

 

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