Hans-Joachim Rechenberg

Oberregierungsrat im RMVP

Lebenslauf

20. Sept. 1910 Geburt in Kemnitz bei Triebel (heute Polen)
30. Aug. 1930 Eintritt in die NSDAP
1933 Teilnahme am Reichstagsbrandprozess als Vertreter des Preußischen Pressedienstes
1935 – 1938 Eintritt in den Staatsdienst als Regierungsrat;
Stellvertretender Leiter der Presstestelle des Beauftragten für den Vierjahresplan, Hermann Göring;
Pressereferent im Preußischen Staatsministerium
Feb. 1938 Pressereferent des Reichs- und preußischen Wirtschaftsminister Walther Funk und Leiter der Pressestelle der Reichsbank
März 1939 Ernennung zum Oberregierungsrat
1939/40 Meldung als Freiwilliger zum Kriegsdienst;
Flüge als Kriegsbeobachter nach London und Korinth;
Verleihung des Eisernen Kreuzes
Mai/Juni 1940 Regierungssprecher der Wirtschaftspressekonferenz
1940/41 Pressereferent im RMVP
Um 1943 Erneute Einberufung zur Wehrmacht;
Leutnant und Kriegsberichterstatter in Afrika
6. Mai 1943 Vermisst in Tunesien
1943 – 1946 In US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft im Bundesstaat Kansas
1946 Rückkehr aus Kriegsgefangenschaft und Ansiedlung in Bad Tölz
1950er Zeitweise Leitung der deutschnationalen und antiamerikanischen Zeitschrift “Der Fortschritt”
1951 Bekanntschaft und Beginn der Zusammenarbeit mit dem Schweizer Bankier und Fluchthelfer für NS-Verbrecher Francois Genoud
1961 Als V-Mann des Bundesnachrichtendienstes mit der Zwischenfinanzierung der Verteidigung Adolf Eichmanns betraut
7. Dez. 1977 Tod

 

Literatur

Boelcke, Willi A. (Hg.): Kriegspropaganda 1939-1941. Geheime Ministerkonferenzen im Reichspropagandaministerium, Stuttgart 1966, S. 207.

Fortmann-Petersen, Heike: Register der Sprecher in der Pressekonferenz 1938, in: Hans Bohrmann/ Gabriele Toepser-Ziegert (Hgg): NS-Presseanweisungen der Vorkriegszeit. Edition und Dokumentation, Bd. 6/IV: 1938, München 1999, S. 49-61, hier S. 57.

Stockhorst, Erich: Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich? Velbert 1967, S. 338.

Tauber, Kurt P.: Beyond Eagle and Swastika: German Nationalism Since 1945, Bd. 1, Middletown 1967, S. 277.

Winkler, Willi: Adolf Eichmann und seine Unterstützer. Ein kleiner Nachtrag zu einem bekannten Rechtsfall, in: Werner Renz (Hg.): Interessen um Eichmann. Israelische Justiz, deutsche Strafverfolgung und alte Kameradschaften, Frankfurt a. M. 2012, S. 289-318.

Winkler, Willi: Der Schattenmann. Von Goebbels zu Carlos: Das mysteriöse Leben des François Genoud, Berlin 2011, S. 66-69.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.