Otto Ludwig Heinen

Referent im RMfdbO

BArch, R 9361-III/70410

Lebenslauf

28. Juli 1909 Geburt in München
bis 1928 Volksschule und Realgymnasium
1928 – 1930 Lehre in der Palmenapotheke, Berlin
1930 – 1931 Tätigkeit in verschiedenen Apotheken im Deutschen Reich
1931 – 1937 Studium der Pharmazeutik und (Nahrungsmittel-)Chemie in Berlin, Paris, Genf und München;
Promotion zum Dr. rer. nat.;
zweiter Vorsitzender der Deutschen Studentenschaft in Berlin
10. September 1933 Eintritt in die SS
1937 – 1938 Angestellter in der pharmazeutischen Industrie in Berlin
ab 1938 Übernahme der Firma Gorbatschow Liköre J. Kramer & Co., Berlin, im Rahmen der “Arisierung” und fortan deren Inhaber;
Kauf der Häuser Ansbacher Straße 8a und 9 in Berlin, vermutlich ebenfalls im Rahmen der “Arisierung”
Mai – Aug. 1939 Übung beim 12. Flak-Regiment, Berlin-Lankwitz
1939 Übertritt zur Waffen-SS (bzw. zu einer deren Vorgängereinheiten)
Sept. 1939 – 1940 Tätigkeit unter Harald Waegner im SS-Sanitätsamt, Berlin
1. Oktober 1939 Beförderung zum SS-Untersturmführer
20. April 1940 Beförderung zum SS-Obersturmführer
ab 1940 Verwalter (Inhaber) der Premauer’schen Apotheke, Bad Kissingen
Apr. 1940 – Aug. 1941 Leiter des SS-Sanitäts-Zweiglagers Dachau
Mai 1941 – 1961 Mitinhaber der Crefeco Heinen & Co KG (pharmazeutische Präparate), München
Aug. 1941 – Nov. 1942 Referent und stv. Abteilungsleiter in Abt. II-2 “Gesundheitswesen und Volkspflege” im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
Jan. – Juli 1942 Untersuchungshaft infolge eines Verfahrens wegen militärischen Ungehorsams und Beamtenbeleidigung
14. Juli 1942 Verurteilung zu sechs Monaten Gefängnis durch das SS- und Polizeigericht München I
bis Nov. 1942 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der elterlichen Deutsche BEATIN-Fabrikation, Berlin
Nov. 1942 – Apr. 1944 Gefängnisstrafe und Untersuchungshaft im Strafvollzugslager der SS und Polizei, Danzig-Matzkau
21. Juli 1943 Degradierung zum SS-Schützen und Kommandierung zu einer Bewährungseinheit innerhalb der SS-Totenkopfverbände auf Befehl des Reichsführers-SS in einem Verfahren wegen Volltrunkenheit
Apr. 1944 (?) – Feb. 1945 Kommandierung zu einer SS-Bewährungseinheit innerhalb der SS-Totenkopfverbände
ab Feb. 1945 Lazarettaufenthalt
bis 1946 Internierung, u.a. in Pocking
25. Oktober 1948 Einstufung in Kategorie V (Entlasteter) durch die Spruchkammer X München
1953 – 1958 Inhaber der E.R.A. Reiseagentur, München
bis 1975 Inhaber der Deutschen BEATIN-Fabrikation, München

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 9353/33; R 9361-III/70410; R 9361-III/529936.

StA München, SpkA K 661 Heinen, Ludwig; STAANW 21235.

 

Auskünfte

StA München, 10. März 2020.

 

Normdaten

GND: 125486375

 

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