Hans Schlempp

Gruppenleiter im RMfdbO

Lebenslauf

1. Oktober 1907 Geburt in Freiburg
1913 – 1917 83. Gemeinde-Schule in Berlin
1917 – 1926 Luisenstädtische Oberrealschule Berlin (Abitur)
1926 – 1931 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Berlin, Jena und Gießen
1931 – 1935 Gerichtsreferendar in Berlin
1. Mai 1932 Eintritt in die NSDAP
Aug – Sept. 1932 Mitarbeiter der Gaurechtsstelle Berlin
Okt. 1932 – Nov. 1937 Leiter der NSDAP-Rechtsberatungsstelle Kreis VIII Berlin
Mai 1933 – Mai 1935 wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in der Rechtsabteilung des Deutschen Gemeindetags
Feb. 1934 – Aug. 1934 Unterabteilungsleiter bei der Gaurechtsstelle Berlin
Aug. 1934 – Nov. 1934 Kreisamtsleiter des Kreisrechtsamts VIII Berlin
Mai 1935 Assessorexamen
1935 – 1945 leitende Tätigkeit beim Deutschen Gemeindetag als (Haupt-)Referent und stellvertretender Abteilungsleiter unter Ralf Zeitler;
Tätigkeit v.a. in den Abteilungen Recht, Organisation und der Zentralabteilung, ab Dez. 1941 auch in der neuen Abt. „Ostgebiete“;
außerdem Abwehrbeauftragter (1939 – 1943)
Nov. 1937 – Jan. 1941 Kreisamtsleiter des Kreisrechtsamts VIII Berlin
1937 – 1945 juristischer Generalsekretär der Deutschen Krankenhausgesellschaft
1939 Promotion zum Dr. iur. in Gießen
Apr. 1941 – 1943 Gauhauptstellenleiter bei der Gauleitung Mark Brandenburg
1941 – 1943 Gruppenleiter und stellvertretender Abteilungsleiter der Abt. I-4 „Rußland“ des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete
Feb. 1946 – 1948 juristischer Sachbearbeiter im Baubüro des nordrhein-westfälischen Ernährungsministers und späteren Bundespräsidenten Heinrich Lübke, Höxter, sowie in der Zweigstelle Frankfurt/Main
1947 Eröffnung eines Entnazifizierungsverfahrens sowohl in Höxter (NRW) als auch Frankfurt/Main (Hessen);
Einstweilige Anordnung zur zweifachen wöchentlichen Meldung bei der Polizei in Frankfurt aufgrund der zu erwartenden Einstufung in Kategorie I (Hauptschuldiger)
19. Januar 1948 Einstufung in Kategorie V (Entlasteter) durch den Entnazifizierungsausschuss Höxter
Überprüfung des Spruchs nach Bekanntwerden des Parallelverfahrens in Frankfurt;
Einstufung in Kategorie IV (Mitläufer) durch den EN-Ausschuss Höxter
1948 – 1956 Leiter der Rechtsabteilung beim Hessischen Gemeindetag
Dez. 1956 – Mrz. 1969 Geschäftsführender Direktor des Hessischen Landkreistages
1973 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
1989 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes am Bande
4. Mai 1997 Tod in Hage

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 9361-VIII KARTEI/19101036; R 9361-IX KARTEI/37661556.

HHStA Wiesbaden, Abt. 1309 Nr. 102.

LA NRW Abt. Rheinland, NW 1065-KAT. IV Nr. 295.

 

Normdaten

GND: 102137005

 

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