Karl Friedrich Kolbow

Abteilungsleiter im RMfdbO

LWL-Archivamt für Westfalen, Archiv LWL, Best. 907/71

Lebenslauf

20. November 1899 Geburt in Schwerin
bis 1917 Großherzogliches Gymnasium Fridericianum, Schwerin (Kriegsabitur)
1917 – 1919 Teilnahme am Ersten Weltkrieg
1919 – 1921 Studium der Geografie, Geologie und Geschichte in Jena und München
18. Februar 1921 Eintritt in die NSDAP
ab Mai 1921 Mitglied des Freikorps Oberland bzw. des Selbstschutz Oberschlesien und Teilnahme an den Kämpfen in Oberschlesien
1921 – 1925 Studium des Bergbauwesens in Freiberg (Sachsen);
Abschluss als Diplom-Bergbauingenieur
1921 Mitbegründer der NSDAP-Ortsgruppe Zwickau
1922 Mitbegründer der NSDAP-Ortsgruppe Freiberg
November 1922 Eintritt in die SA
1923 – 1925 Tätigkeit in Bergwerken in Conow und Gülitz
Februar 1925 Wiedereintritt in NSDAP und SA
Nov. 1925 – Aug. 1926 Betriebsassistent und stv. Betriebsleiter einer Blei-Silbererzgrube in Erbendorf/Oberpfalz
Nov. 1926 – Mai 1927 Ingenieur und Betriebsleiter der Grubenlampen- und Akkumulatorenfabrik Firma C. H. Weisbach, Chemnitz
ab November 1927 Betriebsingenieur und Betriebsdirektor der Eisensteingrube Pfannenberger Einigkeit bei Neunkirchen/Siegerland
Jan. 1929 – Sept. 1932 Kreisleiter des Kreises „Freier Grund“ der NSDAP
1931 Gaufachberater für den Erzbergbau
Sept. 1932 – Feb. 1933 Kreisleiter des Kreises “Siegen-Land” der NSDAP
ab 1933 Mitglied des Provinziallandtags Westfalen und des Westfälischen Provinzialausschusses
Apr. 1933 – Aug. 1944 (stv.) Landeshauptmann (Staatskommissar) des Provinzialverbandes Westfalen
ab Okt. 1933 Vorstandsvorsitzender und Leiter (ab Jan. 1936) der Landesversicherungsanstalt Westfalen
1933 Beförderung zum SA-Obersturmbannführer
ca. 1934 – Apr. 1936 Gauinspektor III der Gauleitung Westfalen Nord für die NSDAP-Kreise Münster-Stadt und -Land sowie Steinfurt
1934 – 1944 Mitglied des Westfälischen Provinzialrats
20. April 1936 Beförderung zum SA-Standartenführer
9. November 1938 Beförderung zum SA-Oberführer
Aug. 1939 – Aug. 1940 Chef der Zivilverwaltung beim AOK in Bad Godesberg
15. – 25. Juni 1941 Abteilungsleiter “Verwaltung” im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
7. August 1944 Beurlaubung wegen „pessimistischer Äußerungen“
15. August 1944 Ausschluss aus der NSDAP
Aug. 1944 – Apr. 1945 Dienst bei der Wehrmacht (Baupionier) infolge freiwilliger Meldung
Apr. – Sept. 1945 französische Kriegsgefangenschaft
19. Juni 1945 formelle Entlassung vom Amt des Landeshauptmanns auf Anordnung der Militärregierung
24. September 1945 Tod in Thorée-les-Pins

 

Literatur

Dröge Martin: “Kolbow, Karl Friedrich”, online: Internet-Portal “Westfälische Geschichte”, 7. Oktober 2010.

Dröge, Martin: Männlichkeit und ‚Volksgemeinschaft‘. Der westfälische Landeshauptmann Karl Friedrich Kolbow (1899-1945): Biographie eines NS-Täters (= Forschungen zur Regionalgeschichte, Bd. 78), Paderborn u.a. 2015.

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 9361-IX KARTEI/22180049-22180050.

Dröge, Martin (Hrsg.): Die Tagebücher Karl Friedrich Kolbows (1899-1945): Nationalsozialist der ersten Stunde und Landeshauptmann der Provinz Westfalen (= Forschungen zur Regionalgeschichte, Bd. 63), Paderborn u.a. 2009.

 

Normdaten

GND: 124439535

 

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