Artur Görlitzer

Referent im RMfdbO

Kienast, Ernst (Hrsg.): Der Großdeutsche Reichstag 1938. IV. Wahlperiode (nach dem 30. Januar 1933), Berlin 1938.

Lebenslauf

22. Juni 1893 Geburt in Frankfurt/Oder
1899 – 1910 Seminarschule Neuzelle, Volksschule Königs Wusterhausen, 190. Gemeinschule Berlin und 7. Realschule Berlin
1910 – 1914 Beamtenanwärter bzw. Gemeindebeamter in Lankwitz
1914 – 1917 Teilnahme am Ersten Weltkrieg
1917 – Feb. 1920 französische Kriegsgefangenschaft
1919 Abitur
1920 – 1922 Büroassistent bei der Gemeinde Lankwitz und anschließend Stadtobersekretär im Bezirksamt Berlin-Steglitz
Sept. 1922 – Sept. 1924 Eintritt in die Reichsfinanzverwaltung als Obersteuersekretär, zunächst beim Finanzamt Berlin-Steglitz
Okt. 1924 – Mrz. 1934(?) Tätigkeit beim Zentral- und anschließend Landesfinanzamt Berlin sowie den Berliner Finanzämtern Tiergarten, Friedrichstadt
21. September 1922 Ernennung zum Obersteuersekretär
ca. 1925 Mitglied der Deutschsozialen Partei
1. Juli 1928 Eintritt in die NSDAP
1928 – 1932 verschiedene Ämter innerhalb der NSDAP, so als Zellobmann, Schriftführer der Sektion Lichterfelde-Lankwitz, Sektionsführer, Bezirksführer Berlin-Süd
1931 – Okt. 1932 Dienststrafverfahren wegen Verstoßes gegen das Verbot politischer Betätigung im Dienst;
Aufhebung bzw. Einstellung des Dienststrafverfahrens durch den Preußischen Landtag bzw. die Reichsdisziplinarkammer
Apr. 1932 – Okt. 1933 Mitglied des Preußischen Landtags
Sept. 1932 – 1933 NSDAP-Gauinspektor Berlin-West
ab Mrz. 1933 stellvertretender Gauleiter von Berlin
1933 Ernennung zum Preußischen Staatsrat
ab November 1933 Mitglied des (Groß)deutschen Reichstags
1. März 1934 Ernennung zum Regierungsrat
ab April 1934(?) Beurlaubung durch das Reichsfinanzministerium zur Verwendung im Dienst der NSDAP
ab Mrz. 1937 Ratsherr der Stadt Berlin
9. November 1937 Beförderung zum SA-Brigadeführer (ehrenhalber)
9. November 1938 Beförderung zum SA-Gruppenführer (ehrenhalber)
Juni 1939 Ausscheiden aus dem Reichsdienst
20. April 1940 Ernennung zum Hauptdienstleiter
20. April 1942 Ernennung zum Befehlsleiter
ab Feb. 1944 Kommandierung zum Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
25. April 1945 Suizid in Berlin

 

Literatur

Fischer, Werner: Zur Entwicklung des Gaues Berlin der NSDAP und seiner Politischen Leiter 1933 bis 1939, in: Weißbecker, Manfred/Kühnl, Reinhard (Hrsg.): Rassismus, Faschismus, Antifaschismus, Forschungen und Betrachtungen, Köln 2000, S. 178-202.

Helbing, Iris: Das Amtsgerichtsgefängnis Köpenick in seiner Funktion als frühes Konzentrationslager während der “Köpenicker Blutwoche”, in: Klei, Alexandra/Stoll,Katrin/Wiener, Annika (Hrsg.): Die Transformation der Lager. Annäherungen an die Orte nationalsozialistischer Verbrechen (Histoire, Bd. 16), Bielefeld 2011, S. 247-260.

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 2/101878; R 55/23480; R 9361-I/45979; R 9361-II/303363; R 9361-III/567030; R 9361-IX KARTEI/11320593; VBS 1052 (NS 2)/ZB II  5839 Bl. 001-173.

 

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