Karl Briehme

Oberreichsbahnrat im RMfdbO

BArch, R 9361-III/570777

Lebenslauf

15. Mai 1895 Geburt in Kemnitz (Dresden)
1903 – 1909 Bürger- und Seminarschule in Dresden
1909 – 1912 Realschule in Dresden (Obersekundareife)
1913 – 1916 Eisenbahngehilfe beim Neubauamt Dresden-Ost der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen
1916 – 1918 Kriegsdienst, zuletzt als Leutnant d. Res.
1918 – 1919 Teilnahme an den Kämpfen im Baltikum als Teil des Sächsischen Freiwilligen-Bataillons 55
1919 – 1920 Eisenbahngehilfe beim Neubauamt Klingenberg
1920 – 1924 Übernahme als Zivilsupernumerar beim Neubauamt Klingenberg
Okt. 1924 – Apr. 1928 Ernennung zum Eisenbahnobersekretär und Tätigkeit im Versand- und Abfertigungs- und Streifwachdienst bei der Güterabfertigung Freiberg (Sachsen)
19. Juni 1925 Eintritt in die NSDAP und SA
1925 – 1928 NSDAP-Ortsgruppenleiter in Freiberg
1925 – 1931 SA-Führer und späterer -Scharführer in Freiberg und Umgebung
Mai 1928 – Apr. 1931 Führer der Streifwache beim Hauptbahnhof Dresden
Apr. – Sept. 1931 Tätigkeit beim Güterbahnhof Dresden-Neustadt
Okt. 1931 – Jan. 1933 Tätigkeit im Abfertigungs- und Kassendienst und Stellvertreter des Dienststellenvorstehers beim Bahnhof Taubenheim (Spree)
1931 – 1934 NSDAP-Kassen und -Propagandaleiter in Taubenheim
1931 – 1934 Führer des SA-Sturms 11/242 (Taubenheim)
Feb. – Mrz. 1933 Tätigkeit beim Reichsbahnausbesserungswerk Cottbus
Jan. – Sept. 1933 Mitglied des Gemeinderats Taubenheim
Mrz. – Sept. 1933 Beurlaubung als kommissarischer Bürgermeister von Taubenheim
Okt. – Nov. 1933 Tätigkeit beim Reichsbahnausbesserungswerk Halle (Saale)
Nov. 1933 – Feb. 1934 Tätigkeit beim Sozialversicherungsbüro Dresden
1. Dezember 1933 Beförderung zum SA-Obertruppführer
Jan. – Mrz. 1934 Tätigkeit beim Verkehrsamt Dresden 2
Apr. – Nov. 1934 Ernennung zum Reichsbahnoberinspektor und Tätigkeit als 2. Verkehrskontrolleur beim Verkehrsamt Döbeln
Apr. 1934 – Feb. 1937 Schulungswart und Adjutant der SA-Standarte R 181 (Chemnitz)
9. November 1934 Beförderung zum SA-Sturmführer
Nov. 1934 – Aug. 1937 2. und später 1. Verkehrskontrolleur beim Verkehrsamt Chemnitz
20. April 1935 Beförderung zum SA-Obersturmführer
April 1936 Beförderung zum SA-Hauptsturmführer
1. Oktober 1936 Ernennung zum Reichsbahnamtmann
Feb. – Aug. 1937 Adjutant der SA-Marinestandarte 2
1. Mai 1937 Beförderung zum SA-Sturmbannführer
Aug. 1937 – Dez. 1944 Vorstand des Verkehrsamts Hof (Saale)
Aug. 1937 – Juni 1942 Referent “Weltanschauung und Kultur”, Adjutant und zuletzt (stv.) Führer der SA-Standarte 28, Hof
ab 1937 NSDAP-Kreisamtsleiter des Amts für Rassenpolitik in Hof
1. Januar 1938 Ernennung zum Reichsbahnrat
9./10. November 1938 aktive Teilnahme an den Novemberpogromen in Hof
30. Januar 1939 Beförderung zum SA-Obersturmbannführer
Nov. 1939 – Apr. 1940 Dienst bei der Wehrmacht
1. Dezember 1941 Ernennung zum Oberreichsbahnrat
Juni 1942 – Aug. 1944 Beurlaubung in Abt. III-Wi 7 “Verkehr” des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete
Sept. 1944 – 1945 Dienst bei der Wehrmacht
Juli 1945 – Okt. 1947 Internierung in Wetzelsdorf (Graz), Wolfsberg, Feistritz b. Villach und Hammelburg
1947 – Aug. 1948 Lagerarbeiter bei der Militzer & Münch Internationale Transporte GmbH, Hof
Sept. 1948 – Jan. 1951 Arbeiter bei der Baufirma Naumann und Etschel, Hof
1949 Verurteilung zu einer zweimonatigen Gefängnisstrafe wegen Diebstahls (Strafe 1950 erlassen)
10. Januar 1949 Einstufung in Kategorie II (Belasteter/Aktivist) durch die Hauptkammer Nürnberg, Sitzgruppe Hof
6. September 1949 Aufhebung des vormaligen Spruchs und Einstufung in Kategorie IV (Mitläufer) durch die Berufungskammer Nürnberg-Fürth
22. Februar 1951 Außerverfolungssetzung durch die Strafkammer am LG Hof, u.a. hinsichtlich der Anschuldigung eines Verbrechens des schweren Landfriedensbruches im Rahmen der Novemberpogrome in Hof
Jan. 1952 – Sept. 1953 Wiedereinstellung bei der Bundesbahn und Tätigkeit im Verkehrsbüro bei der Eisenbahndirektion Regensburg, zunächst im Angestelltenverhältnis
1. Februar 1953 Wiederberufung in das Beamtenverhältnis  und Ernennung zum Bundesbahnoberinspektor
Sept. 1953 – Juli 1955 Tätigkeit beim Verkehrsamt Hof, zuletzt als 1. Vertreter des Vorstandes
1. Dezember 1954 Ernennung zum Bundesbahnamtmann
Juni/Juli 1955 Rücknahme der Ernennungen durch den Vorstand der Deutschen Bundesbahn infolge Bekanntwerdens der Gefängnisstrafe von 1949 und Eröffnung eines Disziplinarverfahrens;
Beendigung der Beschäftigung im Bundesbahndienst
31. Mai 1960 Eintritt in den Ruhestand
1963 Einstellung des Disziplinarverfahrens vor der Bundesdisziplinarkammer V Nürnberg
29. Mai 1971 Tod in Esslingen

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 9361-II/115824; R 9361-III/566314; R 9361-III/570777.

BArch Koblenz, PERS 101/31153-31157.

DRK-Suchdienst München, ZNK, Karl Briehme.

StA Bamberg, Staatsanwaltschaft Hof, K 107, Strafprozessakten 3737, Bde. 1-3.

StA Coburg, Spk Hof-Stadt 265.

 

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