Hans-Georg Otto

Gruppenleiter im RMfdbO

BArch Berlin, R 9361-II/789694

Lebenslauf

24. März 1903 Geburt in Bielefeld
1909 – 1913 Falk-Mittelschule Bielefeld
1913 – 1921 Realgymnasium Bielefeld
1921 – 1924 Banklehre und Gehilfe beim Barmer Bankverein, Filiale Bielefeld
1925 Arbeitslosigkeit und Aushilfstätigkeiten
1926 Angestellter in der Anleiheablösungsstelle beim Finanzamt Bielefeld
1927 – 1929 Angestellter bei der Dresdner Bank, Filiale Bielefeld
1927 – 1933 Mitglied der Turnergilde im Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verband (DHV);
später Ortsgildenleiter (ab 1928) und Reichsleiter (ab 1930) in seiner Tätigkeit als Sachbearbeiter beim DHV (s.u.)
Jan. 1929 – Sept. 1931 erstmals Mitglied der NSDAP
1930 – 1934 Sachbearbeiter “Wehrsport- und Jungmannschafts-Führungsfragen” beim DHV, Hamburg
1. Mai 1933 Wiedereintritt in die NSDAP
1. November 1933 Eintritt in die SA
1934 Eintritt in die Deutsche Arbeitsfront (DAF)
Apr. 1934 – Mai 1935 Gauberufsbildungsobmann der Deutschen Angestelltenschaft bei der DAF, Gau Baden, Karlsruhe;
dort auch Leiter der Gauführerschule IV in Ettlingen
Apr. 1934 – Mrz. 1937 Scharführer im SA-Sturm 3/109 (Karlsruhe)
1935 Besuch der Außenhandelsschule der DAF, Hamburg
Sept. 1935 – Apr. 1938 Leiter der Gauhauptstelle “Innendienst” im Gauschulungsamt der NSDAP, Gau Baden, Karlsruhe
ab Okt. 1935 Schulungsredner der NSDAP
1936 – Apr. 1938 Gauschrifttumsbeauftragter der NSDAP, Gau Baden
ab Mrz. 1937 Sport- und Kulturwart im Sturmbann I/109 (Karlsruhe)
Januar 1938 Ernennung zum Gauhauptstellenleiter
Mai 1938 – 1942 Leiter der Hauptstelle “Bücherei-und Katalogwesen” im Amt “Schrifttumspflege” bei der Dienstelle des Beauftragten des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP (DBFU)
Mai 1938 Ernennung zum Reichsstellenleiter
30. Januar 1939 Ernennung zum SA-Sturmführer
1939 Ernennung zum Reichshaupstellenleiter
Aug. – Okt. 1939 Dienst bei der Wehrmacht
30. Januar 1942 Ernennung zum SA-Obersturmführer
1942 – Dez. 1944 Leiter des Amts “Lehrplangestaltung” im Hauptamt “Schulung und Erziehung” bei der DBFU
– 1942 – Gruppenleiter in Abt. I-6 “Kulturpolitik” im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
1942 Ernennung zum Reichsamtsleiter mit der Bezeichnung Bereichsleiter (ab 1944 Oberbereichsleiter)
20. April 1944 Ernennung zum SA-Hauptsturmführer
Feb. – Apr. 1945 Angehöriger der Waffen-SS, u.a. Teilnahme an der “Schlacht um die Dörenschlucht”
Apr. 1945 – Okt. 1946 amerikanische Kriegsgefangenschaft in Reims und Attichy (Frankreich)
Okt. 1946 – Mai 1948 Internierung in Heilbronn, Ludwigsburg, Dachau und Staumühle
13. Juli 1948 Freispruch (Reichsamtsleiter) bzw. Einstellung des Verfahrens (Waffen-SS) durch die 2. Spruchkammer des Spruchgerichts Hiddessen
1948 kleinere Tätigkeiten als Torf- und Lagerarbeiter in Plön
25. Januar 1949 Einstufung in Kategorie IV (Minderbelasteter) durch den Entnazifizierungs-Hauptausschuss Krs. Plön
22. März 1997 Tod in Friedrichstadt

 

Literatur

Barbian, Jan-Pieter: Literaturpolitik im “Dritten Reich”. Institutionen, Kompetenzen, Betätigungsfelder (= Archiv für die Geschichte des Buchwesens, Bd. 40), Frankfurt/Main 1993.

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 9361-II/789694; R 9361-III/568938; R 9361-V/8850; R 9361-V/148878; R 9361-IX KARTEI/31461217-31461218.

BArch Koblenz, Z 42-V/4003.

DRK-Suchdienst München, ZNK, Hans-Georg Otto.

LA Berlin, B Rep. 031-03-07 Nr. 3814.

LASH, Abt. 460.10 Nr. 419 Geschäftszeichen IV 1230.

 

Normdaten

GND: 1214892736

 

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