Robert Scholz

Referent im RMfdbO

Lebenslauf

9. Februar 1902 Geburt in Olmütz (Olomouc)
bis 1920 Volksschule und Deutsches Staatsgymnasium in Olmütz
1920 – 1924 Vorbereitungssemester an der Staatlichen Kunstschule, Berlin;
Studium an der Akademischen Hochschule für die bildenden Künste, Berlin
1924 – 1927 Meisterschüler an der Preußischen Akademie der Künste unter Arthur von Kampf
1927 – 1930 freier Künstler, Maler und Illustrator sowie Kunstkritiker für die “Deutsche Tageszeitung”
1930 – 1933 Kunstschriftsteller und Kunstschriftleiter bei der “Deutschen Tageszeitung” und dem “Steglitzer Anzeiger”
1932 Eintritt in den Kampfbund für deutsche Kultur
ab 1933 Kunstschriftleiter beim Völkischen Beobachter
Dez. 1933 – 1935 Mitglied der SA
1934 Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit
1934 – 1938 Mitgründer und Schriftleiter der Zeitschrift “Kunst und Volk”
1934 – 1936 Leiter der Abteilung “Bildende Kunst” in der NS-Kulturgemeinde
ab 1935 Hauptschriftleiter der Zeitschrift “Die völkische Kunst”
1. Januar 1935 Eintritt in die NSDAP
ab 1937 Leiter der Hauptstelle “Bildende Kunst” bei der Dienstelle des Beauftragten des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP (DBFU)
1937 – 1944 Hauptschriftleiter der Zeitschrift “Die Kunst im Dritten Reich” (später als “Die Kunst im Deutschen Reich”)
1939 – 1945 Direktor des Moritzburg-Museums, Halle/Saale
ab 1940 Leiter des Sonderstabs “Bildende Kunst” im Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg
ab spät. September 1942 Referent bzw. Gruppenleiter in Abt. I-6 “Kulturpolitik” des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete
1943 Verleihung des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP
Juni 1945 – Apr. 1948 Internierung in Altaussee, Deuerbach, Glasenbach, Altenstadt, Dachau und Augsburg-Göggingen
8. April 1948 Einstufung in Kategorie V (Entlasteter) durch die Lagerspruchkammer Augsburg-Göggingen
August 1950 Verurteilung zu 10 Jahren Haft (in Abwesenheit) durch ein Militärgericht in Paris (nicht angetreten)
Tätigkeit als Kunst- und Schulbuchautor, u.a. Kunstkritiken für die NPD-Zeitung “Deutsche Nachrichten”
15. Januar 1981 Tod in Fürstenfeldbruck

 

Literatur

Art. „Robert Scholz“, in: DBE, Bd. 9: Schlumberger – Thiersch, München 2008, S. 175f.

Haase, Günther: Kunstraub und Kunstschutz, Bd. 1: Kunstraub und Kunstschutz, Norderstedt 22008.

Hüneke, Andreas: Der Fall Robert Scholz. Kunstberichte unterm Hakenkreuz (= Schriften zur Kunstkritik, Bd. 11), Köln 2001.

Klee, Ernst: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, Frankfurt/Main 2007.

Löhr, Hanns Christian: Kunst als Waffe. Der Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg. Ideologie und Kunstraub im „Dritten Reich“, Berlin 2018.

Petropolous, Jonathan: The Faustian Bargain. The Art World in Nazi Germany, London 2000.

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 9361-VIII KARTEI/20831572; R 9361-IX KARTEI/39331508.

DRK-Suchdienst München, ZNK, Robert Scholz.

LA Berlin, A Rep. 243-04 Nr. 8407.

StA München, SpkA K 1691 Scholz Robert.

Detailed Interrogation Report Nr. 3, Subject: Robert Scholz, 15. August 1945, in: NARA Microfilm Publication [M] 1782, Washington, 1999.

 

Normdaten

GND: 12320397X

 

One thought on “Robert Scholz

  1. Tag zusammen

    Eine Frage betr. Robert Scholz,
    war der in Reichenberg im Oktober 1938 “Wir sind frei” beziehungsweise hatte er ne Postanschrift: Karl Robert Scholz, Cavtat, Jugoslawien? Dies war lt. eines Briefes im November 1938.

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