Egon Pallon

Referent im RMfdbO

St. Johanniskirche zu Göttingen (Foto: Katrin Benary, Göttingen)

Lebenslauf

10. Feb. 1894 (29. Jan.jul.) Geburt in Wesenberg (Rakvere)
bis 1904 Privatunterricht
1904 – 1910 Nikolai-Gymnasium Reval
1910 – 1911 Privatunterricht und Griechisch-Examen am Alexander-Gymnasium Dorpat (Tartu)
1911 – 1916 Theologie-Studium in Dorpat
1916 – 1917 Probejahr in Järva-Madise, an der Heilig-Geist-Kirche Tallinn, in Wesenberg und Väike-Maarja bei den entsprechenden Predigern
1917 – 1918 Pastor-Adjunkt und Religionslehrer in Narva-Jõesuu
Mai 1919 – Apr. 1920 Mitglied der Baltischen Landwehr und Teilnahme an deren Kämpfen
1918 – 1921 Studium in Marburg und Promotion zum Dr. phil.
1921 – 1936 Hilfsprediger und später Oberpastor (ab 1923) in Wesenberg
1921 – 1935 Religions- und Philosophielehrer am Mädchengymnasium Wesenberg (1921-1924);
Religions-, Philosophie- und Pädagogiklehrer am Lehrer-Seminar Wesenberg (1924 – 1932);
Religions- und Philosophielehrer am Zeeh’schen Mädchen-Kommerzgymnasium Wesenberg (1932 – 1935)
1927 bzw. 1929 Studium in Kiel bzw. Berlin
8. Juli 1933 Promotion zum Dr. theol. in Jena
1936 – 1940 Pfarrer in Demmin (Pommern)
23. November 1937 Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit
1940 – 1945 Pfarrer an der Glaubenskirche, Berlin-Lichtenberg
Juni – Nov. 1941 Einberufung zur Wehrmacht, dort u.a. als Dolmetscher im Auftrag des RMVP aktiv im Rahmen der “Gegenpropaganda”
Dez. 1941 – Okt. 1942 Kriegsdienstverpflichtung durch das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete und in dessen Auftrag Leitung und Aufbau des Schulwesens in Estland unter dem Generaldirektor für innere Angelegenheiten der „Estnischen Selbstverwaltung” Hjalmar Mäe
ab Nov. 1942 Referent “Verbände und Kriegsgefangene, Sport- und Wehrfragen” im Führungsstab Politik und späterer Leiter der Zentralstelle für Angehörige der Ostvölker (ZAVO) im RMfdbO
1945 – 1951 Pfarrer in Artlenburg/Elbe
Entnazifizierung in Niedersachsen
April 1951 – 1964 Pfarrer an der St. Johannis-Kirche, Göttingen;
Gründer eines Arbeitskreises für Theologen und Mediziner und Religionslehrer am Gymnasium
15. Juni 1968 Tod in Göttingen

 

Literatur

Amburger, Erik (Hrsg.): Die Pastoren des Konsistorialbezirks Estland 1885-1919 (= Quellen und Studien zur Baltischen Geschichte, Bd. 11), Köln/Wien 1988.

Neander, Wilhelm: Lexikon deutschbaltischer Theologen seit 1920, Hannover 1967.

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 6/204.

Ev. LKA Berlin, 14/23838; 15/9037.

LkA Hannover, D 78 Spec B. Art. 202.

(Die im NLA Hannover vorliegende Spruchkammerakte ist nicht auffindbar.)

 

Auskünfte

Referat für Kirchenpädagogik, Göttingen, 8. Dezember 2020.

 

Normdaten

GND: 140913734

 

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