Leo von zur Mühlen

Professor im RMfdbO

Lebenslauf

29. Juli 1888 Geburt in Dorpat (Tartu)
bis 1908 Privatknabenanstalt in Dorpat und Gymnasium Pernau (Abitur)
1908 – 1913 Studium der Naturwissenschaften in Dorpat (Staatsexamen)
1913 – 1914 Studium der Geologie in Freiburg;
Promotion zum Dr. phil.
1915 Volontär an der Moorversuchsstation in Jönköping, Schweden
1915 – 1916 Hilfsassistent an der Schwedischen Geologischen Landesanstalt, Stockholm
1916 – 1934 Tätigkeit an der Preußischen Geologischen Landesanstalt, Berlin, zunächst als Assistent und Probegeologe (ab 1917);
Ernennungen zum Staatsgeologen (ab 1918) und Bezirksgeologen (1927)
1918 – 1919 Mitglied der Kavallerie des Baltenregiments im Estnischen Freiheitskrieg
1919 – 1920 Mitglied des Freikorps Schutz-Regiment Groß-Berlin
1920 – 1926 Mitglied des Wehrverbands Deutscher Verein für Leibesübungen Olympia
1925 Habilitation an der TH Berlin-Charlottenburg
1925 – 1934 Privatdozent bzw. apl. Professor für Geologie und Lagerstättenkunde an der Bergbauabteilung der TH Berlin-Charlottenburg
1. März 1930 Eintritt in die NSDAP
1934 – 1936 Professor für Geologie und Paläontologie und Direktor des Geologische Instituts an der TH Aachen
zahlreiche Parteiämter, u.a. als Gebietsführer des NS-Dozentenbundes und der Deutschen Dozentenschaft für Rheinland-Westfalen und Reichsfachobmann in der Reichsschaft Hochschullehrer im NS-Lehrerbund
1935 – 1936 Ratsherr der Stadt Aachen
1937 Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für angewandte Geologie
1936 – 1945 Professor für Geologie an der TH Berlin-Charlottenburg
1937 – 1942 Dekan der Bergbaufakultät der TH Berlin-Charlottenburg
ab 1942 Tätigkeit in Abt. III Wi – 4 “Sondergruppe Gewerbliche Wirtschaft” und ab 1944 als Leiter der Zentrale für Ostforschung im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
5. April 1947 Gefangennahme durch den NKWD in Halle/Saale
bis 1953 Gefangenschaft im Arbeitslager Workuta, Sowjetunion
21. November 1953 Tod in Moskau

 

Literatur

BBLD – Baltisches biografisches Lexikon digital, Mühlen, Leo* Erwin v. zur (1888-1953).

Guntau, Martin: zur Mühlen, Leo von, in: NDB, Bd. 18: Moller – Nauseam, Berlin 1997, S. 278.

Heim, Susanne: Kalorien, Kautschuk, Karrieren: Pflanzenzüchtung und landwirtschaftliche Forschung in Kaiser-Wilhelm-Instituten 1933-1945 (= Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus, Bd. 5), Göttingen 2003.

Kalkmann, Ulrich: Die Technische Hochschule Aachen im Dritten Reich (1933-1945), Aachen 2003.

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 73/13255; R 4901/13272; R 9361-IX KARTEI/29300338; R 9361-IX KARTEI/29300339.

DRK-Suchdienst München, ZNK, Leo von zur Mühlen.

LA Berlin, B Rep. 031-02-01 Nr. 2505.

 

Normdaten

GND: 117027030

 

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