Friedrich Mathern

Referent im RMfdbO

BMW Group Archiv, UF-1742-1

Lebenslauf

9. Juni 1907 Geburt in Frankfurt/Main
1914 – 1923 Sachsenhäuser Oberrealschule, Frankfurt/Main
1923 – 1925 kaufmännische Lehre bei der Metallgesellschaft, Frankfurt/Main
1926 Reifeprüfung an der Sachsenhäuser Oberrealschule
1926 – 1930 (1932) Studium der Rechtswissenschaften in Frankfurt/Main, München und Berlin
1930 erste juristische Staatsprüfung in Berlin
Revisor in einer Treuhandgesellschaft
1931 Promotion zum Dr. iur.
Tätigkeit in einer Vertriebsgesellschaft und gescheiterter Versuch der Selbstständigkeit im Revisionswesen
1. September 1932 Eintritt in die NSDAP
Jan. 1933 – 1938 Geschäftsführer der Bezirksgruppe Hessen des Reichsverbandes des deutschen Groß- und Überseehandels (spätere Wirtschaftsgruppe Groß- und Außenhandel) als Angestellter des Anwaltsbüros Mertens & Meyer, Frankfurt/Main
1. Mai1933 Eintritt in die SA
Sachbearbeiter in der Abteilung “Fürsorge und Gerichte” des Stabes der SA-Gruppe Hessen
1938 – 1941 Übernahme der Iron Stahl-Export GmbH (vormals Gebrüder Mosbacher Iron Stahl-Export GmbH), Frankfurt/Main, als Inhaber im Rahmen der “Arisierung”
Aufsichtsratsmitglied bei Setag AG und Modena AG, beide Berlin, sowie Seiba GmbH, Säckingen, hier z.T. Übernahme von Aufgaben im Sinne der “Arisierung”
Sept. 1939 – 1941 kommissarischer Geschäftsführer der Wirtschaftsgruppe Groß- und Außenhandel, Berlin
1939 Ernennung zum SA-Obersturmführer z.V.
ab 1940 Mitinhaber und Geschäftsführer der Rhein-Mainischen Eisenhandel GmbH, Frankfurt/Main
1940 – 1942 Anteilseigner der Eisengroßhandel West GmbH, Metz
1941 Mitinhaber der Preveg Präzisions-, Eisen- und Metall-Verfeinerungs GmbH, Frankfurt/Main
stellvertretender Vorsitzender des Ehrengerichts bei der Wirtschaftskammer Hessen
Sept. 1941 – Jan. 1942 Wehrmachtsdienst als Schütze
ab 1942 Militärverwaltungsoberrat bei der Wehrwirtschaftlichen Ersatz-Abteilung Berlin-Spandau
1942 – 1944 Referent (MVOR) für “Zusammenfassende Planung” in Abt. III Wi – 4 “Sondergruppe Gewerbliche Wirtschaft” des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete bzw. im Wirtschaftsstab Ost
1943 Ernennung zum Wehrwirtschaftsführer
erneuter Wehrmachtsdienst als Schütze (gvH)
1944 Leiter der Hauptverwaltung der VDM Luftfahrtwerke AG
1945 Übernahme der Geschäftsführung der Preveg GmbH, jetzt Oberwihl
1945 Truppführer im Volkssturm Oberwihl
Internierung
Eröffnung von Entnazifizierungsverfahren in Hanau und Säckingen
10. Februar 1948 Einstufung in Kategorie V (Entlasteter) durch die Spruchkammer Hanau
ab 1948 leitende Tätigkeit bei der Transocean Export GmbH, Frankfurt/Main
9. November 1948 Aufhebung des Spruchs und Einstufung in Kategorie IV (Mitläufer) durch die Berufungskammer Frankfurt/Main
ca. 1951 – 1954 Wohnsitz in Sao Paulo, Brasilien
1954- 1968 Tätigkeit als Rechtsanwalt und Notar
Nov. 1960 – Dez. 1966 Mitglied des Aufsichtsrats der BMW AG
Jan. 1967 – Juli 1968 Mitglied des Beirats der BMW AG
11. Juli 1968 Tod in Bad Homburg

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 9361-IX KARTEI/27840058.

BMW Group Archiv, UP-390-10.

HHStA Wiesbaden, Abt. 520/11 Nr. 7821/1-3.

Der Taunusbote, 13. Juli 1968.

Der Spiegel, 24. Februar 1960 und 15. Juli 1968.

 

Auskünfte

Stadtarchiv Bad Homburg, 21. Februar 2019.

Universitätsarchiv Frankfurt/Main, 23. Juni 2020.

 

Normdaten

GND: 125066236

 

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