Rudolf Heimeran

Ministerialrat im RMfdbO

BArch Berlin-Lichterfelde, R 9361-VIII KARTEI/9530272.

Lebenslauf

4. Oktober 1896 Geburt in Nürnberg
Humanistisches Gymnasium
1914 – 1918 Kriegsdienst
1919 – 1921 Studium der Landwirtschaft an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim bei gleichzeitiger landwirtschaftlicher Praxis;
Abschluss als Diplom-Landwirt
1922 – 1923 kaufmännischer Angestellter bei Plutte, Koecke & Co., Baumwollimport und -export, Barmen
1923 – 1924 Angestellter beim Bankhaus M. Harbauer, Nürnberg
1924 – 1926 landwirtschaftliche Praxis in verschiedenen Stellungen
1926 – 1927 Promotion zum Dr. agr. in Hohenheim
1927 – 1929 landwirtschaftlicher Sachverständiger sowie Buch- und Betriebsprüfer beim Landesfinanzamt Stuttgart
Jan. 1929 – Mrz. 1932 landwirtschaftlicher Sachverständiger beim Reichsfinanzministerium
1. September 1931 Ernennung zum Regierungsrat
Apr. 1932 – Mrz. 1933 Beurlaubung zur Bank für deutsche Industrieobligationen, Berlin, und zur Bayerischen Siedlungs- und Landbank, München
Apr. 1933 – Juli 1937 Sachbearbeiter für Einheitsbewertung und Bodenschätzung beiim Reichsfinanzministerium
Apr. 1933 – 1934 Mitglied der Reiter-SS
1. Mai 1933 Eintritt in die NSDAP
Juni 1937 – 1945 Referent “Getreidewirtschaft” beim Reichskommissar für die Preisbildung, schließlich auch zuständig für die Arbeitsbereiche Bauwirtschaft, Saatgut und Futtermittel;
anschließend Leiter einer Referatsgruppe (Getreide-, Brau-, Kartoffel-, Zucker- und Süßwarenwirtschaft)
1. Februar 1938 Ernennung zum Oberregierungsrat
Apr. – Okt. 1939 Abordnung zur Gruppe Preisbildung in Prag
ab 1940 Verbindungsmann des Reichskommissars für die Preisbildung in Kopenhagen
ab März 1941 Ernennung zum Ministerialrat und Abordnung zur Vierjahresplanbehörde
1942 – Sept. 1944 Abordnung als Leiter der Abt. III Wi – 6 “Sondergruppe Preisbildung und Preisüberwachung” im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete bzw. beim Wirtschaftsstab Ost (Kriegsverwaltungsabteilungschef)
Sept. 1944 – 1945 Genesungsurlaub in Seefeld (Oberbayern) infolge eines schweren Verkehrsunfalls im November 1943
Dez. 1945 – Juni 1946 Internierung in Garmisch-Partenkirchen
22. Januar 1948 Einstufung in Kategorie IV (Mitläufer) durch die Spruchkammer Starnberg bei gleichzeitiger Einstellung des Verfahrens im Rahmen der Weihnachtsamnestie
Mrz. 1948 – Sept. 1953 Tätigkeit bei der Staatlichen Erfassungsgesellschaft für öffentliches Gut mbH (StEG), zunächst als Referent “USM-Preisfragen”;
anschließend Abteilungsleiter “Inventurauswertung und -bewertung” und stv. Hauptabteilungsleiter II B “Abwicklung”;
zuletzt Hauptabteilungsleiter II A – II B “Übernahme und Abwicklung” (ab Okt. 1950)
20. Dezember 1949 Neuverhandlung nach Aufhebung des Spruchs durch den Kassationshof und Einstufung in Kategorie V (Entlasteter) durch die Hauptkammer München
29. Dezember 1953 Tod in München

 

Literatur

Klein, Christian: Ernst Penzoldt. Harmonie aus Widersprüchen. Leben und Werk (1892-1955), Köln/Weimar/Wien 2006.

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 2/101924-101925; R 26-II/930; R 9361-I/1191; R 9361-II/384861; R 9361-VIII KARTEI/9530272; R 9361-IX KARTEI/14290885; VBS 1013 (NS 34) ZB 4534/Bl. 001-155.

BArch Koblenz, PERS 101/46258-46259.

StA München, SpkA Karton 4587, Heimeran Rudolf.

Münchner Stadtadreßbuch 1953, Adreßbuch der Landeshauptstadt München und des Landkreises München, 98. Ausgabe.

 

Normdaten

GND: 125099959

 

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