Rolf Disch

Oberregierungsrat im RMfdbO

BArch R 9361-VIII KARTEI/6391056

Lebenslauf

18. November 1910 Geburt in Leipzig
bis 1930 Volksschule und Städtisches Realgymnasium in Liegnitz (Abitur)
1930 – 1934 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Göttingen, Königsberg und Breslau
1. Februar 1931 Eintritt in die NSDAP
1931 Eintritt in die SA
Juni 1934 – Apr. 1935 Ausbildung als Gerichtsreferendar am Amtsgericht Liegnitz
Mai 1935 – Juni 1938 Ausbildung als Regierungsreferendar bei den Regierungen in Breslau und Liegnitz
Juli 1938 – Mai 1939 Regierungsassessor bei den Landratsämtern Unna und Soest, bei letzterem als Vertreter des Landrats
Juni – Dez. 1939 Dezernent für Kommunalsachen, Bank- und Sparkassenwesen bei der Regierung Koblenz
Jan. – Juli 1940 leitende Tätigkeit beim Landratsamt Koblenz;
Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse und Aufsichtsratsmitglied der Koblenzer Elektrizitäts-AG
Juli 1940 – Sept. 1941 Dienst bei der Wehrmacht, zuletzt als Leutnant bei der Infanterie
1940 Ernennung zum SA-Obersturmführer z.V.
1. Juni 1941 Ernennung zum Regierungsrat
Okt. 1941 – Apr. 1943 Referent II-1e “Kommunalrecht” und stellvertretender Abteilungsleiter II-1 “Innere Verwaltung” im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
1. August 1942 Ernennung zum Oberregierungsrat
Mai 1943 – Mrz. 1944 Dienst bei der Wehrmacht, zuletzt als Kompanieführer in einem Grenadier-Regiment
Apr. 1944 – Mai 1945 Erster Ordonnanzoffizier beim Armeeoberkommando 4
Mai 1945 – Sept. 1946 britische Kriegsgefangenschaft
Dez. 1946 – Dez. 1951 Verkaufs- und Werbeleiter bei Keuck & Söhne, Likörfabrik, Braunschweig
22. Februar 1949 Einstufung in Kategorie IV (Mitläufer) durch den Entnazifizierungs-Hauptausschuss Braunschweig
9. Mai 1950 Einstufung in Kategorie V (Entlasteter) durch den Entnazifizierungs-Hauptausschuss Braunschweig
Jan. 1952 – Apr. 1954 Tätigkeit bei der Regierung Hannover, zunächst im Angestellten-, dann wieder im Beamtenverhältnis (ab Dez. 1952);
Gewerbe- und Wirtschaftsdezernent, anschließend Abteilungsleiter Id
Apr. 1954 – Aug. 1968 Oberkreisdirektor des Landkreises Grafschaft Schaumburg, Rinteln
27. August 1968 Tod in Rinteln

 

Literatur

Romeyk, Horst: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816-1945 (= Publikationen der Gesellschaft für rheinische Geschichtskunde, Bd. 69), Düsseldorf 1994.

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 9361-VIII KARTEI/6391056.

NLA Hannover, Nds. 100 Acc. 95/94 Nr. 137.

StadtA Rinteln, Sterbebuch Reg. Nr. 360/1968.

 

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