Georg Bell

Reichswetterdienstdirektor im RLM

BArch PERS 6/138658

 

Lebenslauf

2. Juli 1901 Geboren in Gießen
1907 – März 1919 Volksschule und Oberrealschule in Gießen, Abschluss Reife
1919 – 1925 Studium der Physik, Mathematik, Meteorologie und Nationalökonomie an der Universität Gießen
27. Juni 1925  Promotion (Dr. phil.) an der Universität Gießen
Juli 1925 – März 1930 Wissenschaftlicher Angestellter und Meteorologe für Wirtschaftsflugwetter- und Sturmwarnungsdienst bei der Deutschen Seewarte Swinemünde und Stettin
April 1930 – März 1933 Leiter der Flugwetterwarte Stettin
April 1933 – Dezember 1936 Sachbearbeiter und Meteorologe für Personal und Betrieb des synoptischen Wetterdiensts im Reichsamt für Flugsicherung/RLM
1. September 1933 Eintritt in das NSFK (förderndes Mitglied)
1. Januar 1936 Ernennung zum Regierungsrat
Januar 1937 – November 1942 Referent in der Abteilung LB 3 (Reichswetterdienst) im Allgemeinen Amt des RLM (Vorgesetzter der Abteilung Richard Habermehl, Vorgesetzter des Amts Willy Fisch)
Januar – März 1938 Wehrübung, I./Flakregiment 12, 10. Ergänzungsbatterie in Berlin-Lankwitz
1. April 1939 Ernennung zum Oberregierungsrat
November 1942 – Mai 1943 Meteorologe beim Luftgaukommando Athen
Mai – September 1943 Meteorologe beim Luftwaffenkommando Südost
1. Oktober 1943 Ernennung zum Reichswetterdienstdirektor (Ministerialrat)
Oktober 1943 – Oktober 1944 Luftgaupostamt Wien
Oktober 1944 – Mai 1945 Leitender Meteorologe beim General der Luftwaffe in Norwegen
Mai 1945 – Februar 1946 In britischer Kriegsgefangenschaft, zuletzt Westertimke/Bremen
Februar – April 1946 Leiter der Wetterdienstzentrale Haddeby-Schleswig
Mai 1946 – November 1951 Leiter und Meteorologe beim Meteorologischen Amt Schleswig-Holstein in Schleswig
1. Januar 1948 Rückführung in den Beamtendienst als Oberregierungsrat
20. April 1948 Im Spruchkammerverfahren des Entnazifizierungsausschusses des Kreises Schleswig als entlastet eingestuft
Dezember 1951 – Oktober 1955 Leiter des Referats Meteorologie/Wetterdienst im Bundesverkehrsministerium
19. Dezember 1952 Ernennung zum Ministerialrat
27. Oktober 1955 Ernennung zum Präsidenten des Deutschen Wetterdiensts (DWD)
November 1955 – Juli 1966 (Dritter) Präsident des Deutschen Wetterdiensts in Frankfurt (ab 1958 in Offenbach) (Nachfolger von Rudolf Benkendorff)
1963 – 1966 Mitglied im WMO-Exekutivrat (World Meteorological Organization)
unklar Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
31. Juli 1966 Eintritt in den Ruhestand
5. September 1979 Gestorben in Offenbach

 

Quellen

BArch Fr PERS 6/138658.

BArch Ko PERS 101/66186; B 253/19; B 253/34.

Auskunft Melderegister Offenbach.

 

Literatur

Deutscher Wetterdienst, Jahresbericht 2013.

Deutsche Meteorologische Gesellschaft, Mittelungen 01/2008.

Ulbricht, Hellmuth: 50 Jahre Deutscher Wetterdienst. Ein Spiegelbild für wissenschaftlich-technischen Fortschritt, Offenbach 2002.

 

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