Rudolf (von) Knüpffer

Gruppenleiter im RMfdbO

HU UA, NS-Doz.2, Nr. ZD I 0539-q

Lebenslauf

22. Juni 1901 Geburt in Kolomna (RUS)
bis 1918 Gymnasium in Reval
1918 – 1920 Meldung als Kriegsfreiwilliger und Teilnahme am Lettischen Unabhängigkeitskrieg aufseiten der Baltischen Landwehr
1921 Abitur in Reval
1921 – 1926 Studium der Nationalökonomie und Rechtswissenschaften in Dorpat und München
1926 Stipendiat am Institut für Grenz- und Auslandsstudien, Berlin
1926 – 1931 Rechtsanwalt in Wesenberg und Reval
bis 1931 Mitglied der Deutsch-baltischen Partei in Estland
1931 – 1937 Makler und später Versicherungs-Inspektor in Berlin
Feb. 1937 – Jan. 1940 wissenschaftlicher Assistent am Institut für russische Nationenkunde der Auslandshochschule Berlin
1938 – 1939 Studium der Rechtswissenschaften in Berlin
Jan. 1940 – 1945 wissenschaftlicher Assistent am Deutschen Auslandswissenschaftlichen Institut (DAWI)
1941 Immatrikulation und Promotion zum Dr. sc. pol. an der Auslandswissenschaftlichen Fakultät der Universität Berlin
Juli 1941 – 1945 Gruppenleiter I-1f “Verbände und Kriegsgefangene, Sport- und Wehrfragen” und Leiter der Russischen Leitstelle im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
1945 – 1947 Versicherungsmakler und Handelsvertreter in Detmold
29. Juli 1946 Einstufung als “politisch nicht tragbar” durch den Entnazifizierungs-Unterausschuss Detmold
ab Nov. 1948 Mitglied des Flüchtlingsausschusses Detmold
– 1949 – Dozent an der Volkshochschule Detmold
1949 unabhängiger Kandidat für den Wahlkreis Detmold bei der Bundestagswahl
Engagement in der Flüchtlings- und Vertriebenenbewegung, u.a. beim Landesverband der Ostvertriebenen
1950 – 1972 Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft (AGP)
1969 – 1972 Geschäftsführer der Gesellschaft für innerbetriebliche Zusammenarbeit (GiZ)

 

Literatur

Benkmann, Horst-Günter: Vertriebene und Flüchtlinge in Detmold. In einer neuen Heimat oder auf Zwischenstation?, in: Müller, Wolfgang/Niebuhr, Hermann/Wiersing, Erhard: Detmold in der Nachkriegszeit. Dokumentation eines stadtgeschichtlichen Projekts, Bielefeld 1994, S. 213-249.

Gaugler, Eduard: Partnerschaft in Wirtschaft und Betrieb. Sechzig Jahre AGP (= FBS-Schriftenreihe, Bd. 67), Mannheim 2011.

Hufschmidt, Anke: “… Und dann blieben wir doch”. Flüchtlinge und Vertriebene in Lippe 1945-1953, Detmold 1994.

von Mende, Erling/von Mende Østring, Bergljot: Gerhard von Mende (1904-1963). Ein Bürokrat der mittleren Ebene. Der Versuch einer Quellenkritik, o.O. 2016.

“40 Jahre GiZ – Wir gratulieren!”, in: AGP Mitteilungen. Newsletter, 4/2009, Jg. 56, Nr. 345, S. 9f.

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 26-III/81018.

StadtA Detmold, D 106 Detmold A 16200; D 106 Detmold A, Nr. 7480.

UA HU Berlin, NS-Doz.2 Nr. ZD I 0539; UK Personalia Nr. K196.

 

Auskünfte

Stadtarchiv Detmold, 13. Mai 2020.

 

Normdaten

GND: 125593635

 

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