Hans Schneppel

Ministerialrat im RLM

BArch PERS 6/183501

 

Lebenslauf

1. Juni 1903 Geboren in Barby (Elbe)
1910 – 1913 Vorschule des Reform-Realgymnasiums in Weißenfels/Saale
1913 – 1922 Reform-Realgymnasium in Weißenfels/Saale, Abschluss Abitur
1922 – 1926 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Jena und München
November 1923 Angebliche Verhaftung in Bamberg aufgrund der „Beteilung am Versuch der nationalsozialistischen Erhebung“
16./19. Januar 1926 Erste juristische Staatsprüfung
März – September 1926 Gerichtsreferendar am Amtsgericht Weißenfels/Saale
Dezember 1926 – Februar 1930 Regierungsreferendar an der Regierung Potsdam und Osnabrück, beim Landrat Neuruppin und Kyritz, im Landratsamt Bersenbrück
8. Februar 1930 Zweite juristische Staatsprüfung
Februar 1930 – Januar 1932 Regierungsassessor beim Landrat Wipperfürth
Januar 1932 – Januar 1933 Regierungsassessor beim Landrat Euskirchen
Februar – Mai 1933 Regierungsassessor beim Polizeipräsidium Berlin
Juni – November 1933 Regierungsassessor Dezernat III im Geheimen Staatspolizeiamt beim Polizeipräsidium Berlin (stellte in dieser Funktion im Rahmen der Ermittlungen zum Reichstagsbrand im Februar 1933 die Haftbefehle gegen Ernst Torgler und Egon Erwin Kisch aus)
November 1933 – März 1934 Aushilfsweise Beschäftigung als Sachbearbeiter im Referat Selbstschutz in der Abteilung Ziviler Luftschutz im RLM (Vorgesetzter der Abteilung Ministerialdirektor Kurt Knipfer)
November 1933 – September 1934 SA-Mitglied (Austritt erfolgte nach dem Übertritt in die Luftwaffe)
1. April 1934 Ernennung zum Regierungsrat
April 1934 – August 1938 Sachbearbeiter im Referat Selbstschutz in der Abteilung Ziviler Luftschutz im RLM (Vorgesetzter der Abteilung Ministerialdirektor Kurt Knipfer)
März – April 1936 Wehrübung, I./Flakregiment 22, Ergänzungsbataillon Döberitz-Elsgrund
1. Oktober 1936 Ernennung zum Oberregierungsrat
März – Mai 1937 Wehrübung, 12./Flakregiment 12 Berlin-Heiligensee, zuletzt Offiziersanwärter der Reserve
1. Mai 1937 Eintritt in die NSDAP (Mitgliedsnummer 5917671)
August 1938 – September 1940 Sachbearbeiter im Referat III A 3 (Werkluftschutz) der Abteilung Ziviles Luftschutzwesen im RLM (Vorgesetzter der Abteilung Ministerialdirektor Kurt Knipfer)
September 1940 – April 1943 Tätig im Luftgaukommando XI Hannover/Hamburg
1. Januar 1942 Ernennung zum Oberstintendant (Ministerialrat)
April – November 1943 Tätig in der Abteilung V11 (Personal) de Amtsgruppe IV (Personal) im Luftwaffenverwaltungsamt des RLM (Vorgesetzter der Amtsgruppe Ministerialdirigent Kurt von Kressenstein)
November 1943 – Juni 1944 Tätig in der Inspektion L In 13 (ziviler Luftschutz) des RLM (Vorgesetzter der Inspektion Ministerialdirektor Kurt Knipfer)
Juni 1944 – Januar 1945 Abteilungschef 2 in der Inspektion L In 13 (ziviler Luftschutz) des RLM (Vorgesetzter der Inspektion Ministerialdirektor Kurt Knipfer)
Januar – Mai 1945 Zur Verfügung beim Oberkommando der Luftwaffe/RLM
1945 – In US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft
Verheimlicht im Meldebogen der Stadt Hamburg seine Gestapo-Tätigkeit und seine NSDAP-Mitgliedschaft
1952 – 1959 Als Ministerialdirektor Leiter der Polizeiabteilung Bundesinnenministerium
1959 – 1968 Leiter der Abteilung VI (Öffentliche Sicherheit), Unterstellung des Bundesverfassungsschutz, Bundesgrenzschutz und Bundeskriminalamt im Bundesinnenministerium
26. Juni 1968 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes
Juni 1968 Eintritt in den Ruhestand
1973 Gestorben in Bonn

 

Quellen

BArch PERS 6/19116.

BArch PERS 6/165015.

BArch PERS 6/183502.

BArch RL 16-13/51.

BArch RL 16-13/84.

BArch RL 6/56.

DRK-Suchdienst München, Hans Schneppel.

StA HH La 5038.

Schneppel, Hans: Erstes Gesetz über Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung. Stuttgart 1957.

Auskunft Stadtarchiv Bonn.

 

Normdaten

DNB: 1107647932

 

Literatur

Diebel, Martin: „Die Stunde der Exekutive“. Das Bundesinnenministerium im Konflikt um die Notstandsgesetzgebung 1949 – 1968. Göttingen 2019.

Hildebrand, Karl Friedrich: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935–1945. Die militärischen Werdegänge der Flieger-, Flakartillerie-, Fallschirmjäger-, Luftnachrichten- und Ingenieur-Offiziere einschließlich der Ärzte, Richter, Intendanten und Ministerialbeamten im Generalsrang, Bd. 3: Odebrecht–Zoch (= Deutschlands Generale und Admirale, Teil II: Die Generale der deutschen Luftwaffe, Bd. 3: O–Z), Osnabrück 1992.

 

Anmerkung: Die Biografie entstand unter Mitarbeit von Noel Bernard im Rahmen der Quellenübung „Krieg und Fliegen: Die Karrieren und Nachkriegswege von Görings Bürokraten im Reichsluftfahrtministerium“ im Wintersemester 2019/20 an der Universität Heidelberg.

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