Werner Feldscher

Oberregierungsrat im RMfdbO

Gas Wärme International, Bd. 21, Nr. 3 (1972)

Lebenslauf

24. Juli 1908 Geburt in Hagen
bis 1921 Besuch einer Präparandenanstalt
1925 – 1926 Mitglied des Jungdeutschen Ordens
bis 1930 Besuch des Realgymnasiums in Castrop-Rauxel (Reifeprüfung)
1930 – 1933 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Berlin, Königsberg und Münster
Mitglied des NSDStB
1. Oktober 1930 Eintritt in die NSDAP
Ausbildung als Gerichtsreferendar
ab Okt. 1934 politischer Leiter in Recklinghausen, ab 1935 zuständig für Organisation und Propaganda
1935 Promotion zum Dr. iur. in Münster
Beisitzer des Gaugerichts Mark Brandenburg
1938 Zweites Staatsexamen und Übernahme in den Dienst des Reichsinnenministeriums (Abt. I)
1939 – 1940 Vertreter (Regierungsassessor) des Landrats in Westerburg
Apr. 1940 – Juli 1943 Tätigkeit im Reichsinnenministerium, zuständig für das Sachgebiet „Allgemeine Judenfragen“
3. Januar 1941 Ernennung zum Regierungsrat
Ernennung zum Oberregierungsrat
6. März 1942;
27. Oktober 1942
Teilnahme an Nachfolgebesprechungen der Wannsee-Konferenz im RSHA
Juli 1943 – Jan. 1945 Gruppenleiter „Osteinsatz“ in Abt. II-Pers des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete
Jan. – Mai 1945 Tätigkeit in der Personalabteilung des Reichsinnenministeriums
1945 – 1946 Aufnahme als Student an der Kirchlichen Hochschule Bethel (mit baldiger Beurlaubung)
1946 – 1950 Justitiar und Leiter der Abteilung III „Fürsorge“ beim Evangelischen Hilfswerk Westfalen, Bielefeld
Entnazifizierung und Einstufung in Kategorie III „Minderbelasteter“ in Nordrhein-Westfalen
1948 Entlastungszeuge Wilhelm Stuckarts im Wilhelmstraßen-Prozess
1950 – 1971 Tätigkeit für die Westfälische Ferngas-AG, Dortmund, zunächst als Prokurist und vermutlich Leiter des kaufmännischen Bereichs;
stellvertretendes bzw. ordentliches Vorstandsmitglied (1957 bzw. 1958-1971);
Vorstandsvorsitzender (1966-1969)
1959 Einstellung eines Ermittlungsverfahrens durch die Zentrale Stelle Ludwigsburg
diverse Ausschuss- und Gremientätigkeiten, u.a. als Vorstandsmitglied des Verbandes der Deutschen Gas- und Wasserwerke oder Vorsitzender der Landesgruppen Nordrhein-Westfalen des Verbandes der Deutschen Gas- und Wasserwerke und des Deutschen Vereins von Gas- und Wasserfachmännern;
auch Mitglied des Sozialausschusses der evangelischen Landeskirche Westfalen
Dozent an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Dortmund
1965 – 1966 Mitglied des Presbyteriums der Evangelischen Advent-Kirchengemeinde Dortmund-Hörde
1. Oktober 1971 Eintritt in den Ruhestand
6. April 1979 Tod in Dortmund-Hörde

 

Literatur

Essner, Cornelia: Die „Nürnberger Gesetze“ oder die Verwaltung des Rassenwahns 1933-1945, Paderborn u.a. 2002.

Jasch, Hans-Christian: Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik (= Studien zur Zeitgeschichte, Bd. 84), München 2012.

Klee, Ernst: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, Hamburg 22016.

Schwalbach, Gerald: „Der Kirche den Blick weiten!“ Karl Pawlowski (1898-1964). Diakonischer Unternehmer an den Grenzen von Kirche und Innerer Mission (= Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, Bd. 38), Bielefeld 2012.

 

Quellen

LA NRW Abt. Rheinland, NW 1037-A/REG Nr. 8376; NW 1057-PH Nr. 3456.

LkA EKvW, 4.220 Nr. 20; 4.220 Nr. 191; 13.99 Nr. 951.

„Dr. Werner Feldscher trat in den Ruhestand“, in: Gas Wärme International, Bd. 21, Nr. 3 (1972), S. 79-80.

 

Auskünfte

Historisches Konzernarchiv RWE, 13. Mai 2020.

Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, 12. Mai 2020.

Stadtarchiv Hagen, 27. Januar 2020.

 

Normdaten

GND: 1029854580

 

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