Hermann Rühmekorf

Ministerialdirigent im RLM

BArch PERS 6/161299

 

Lebenslauf

26. Mai 1893 Geboren in Mahlerten (Hannover)
Oktober 1900 – April 1902 Vorschule Bückeberg
April – Oktober 1902 Humanistisches Gymnasium Bückeberg
Oktober – 1902 – Februar 1911 Humanistisches Gymnasium Hildesheim, Abschluss Abitur
1911 – 1914 Jurastudium an den Universitäten Freiburg, München und Göttingen
1914 – 1919 Kriegsdienst, zuletzt Leutnant
28. Juni 1919 Erste Staatsprüfung
Juli 1919 – Oktober 1922 Referendar am Amtsgericht Goslar, am Landgericht Hildesheim, der Staatsanwaltschaft Hildesheim, der Rechtsanwaltschaft Hildeshem und am Amtsgericht Hildesheim, Oberlandgericht Celle
17. Oktober 1922 Zweite Staatsprüfung
Oktober 1922 – Januar 1923 Gerichtsassessor als Anwaltsvertretung in Hildesheim und am Amtsgericht Hannover
Februar 1923 – Februar 1935 Tätigkeit in der Reichsfinanzverwaltung beim Finanzamt Braunschweig und Gandersheim, dem Landesfinanzamt Bremen und dem Finanzamt Berlin
1. Juni 1924 Ernennung zum Regierungsassessor
1. Oktober 1924 Ernennung zum Regierungsrat
Februar 1935 – Juli 1936 Tätigkeit im Luftamt Berlin bzw. im Luftkreiskommando II Berlin
1. Juli 1935 Ernennung zum Oberregierungsrat
Juli 1937 – Juli 1939 Referent und Gruppenleiter in der Abteilung für Liegenschaften und Unterkunftswesen im Luftwaffenverwaltungsamt im RLM (Vorgesetzter der Abteilung Wilhelm Schütt)
1. Juli 1937 Ernennung zum Ministerialrat (Oberstintendant)
Juli 1939 – November 1940 Tätigkeit im Luftgaukommando VI Münster
1. Oktober 1939 Ernennung zum Ministerialdirigent (Generalintendant)
November 1940 – September 1943 Tätigkeit im Luftgaukommando Westfrankreich
September 1943 – Mai 1944 Tätigkeit im Luftflottenkommando 2
Mai – November 1944 Tätigkeit im Luftflottenkommando 1
November 1944 – Januar 1945 Tätigkeit im Luftwaffenkommando West
Januar 1945 Tätigkeit im Luftgaukommando XVI Dresden
Februar – Mai 1945 Tätigkeit im Luftgaukommando III Berlin
Mai 1945 – 1947 In Kriegsgefangenschaft
Juni 1948 Zulassung als Anwalt
März 1949 Im Niedersächsischen Spruchkammerverfahren (britische Zone) als “nicht betroffen” eingestuft. Eine Einstufung, die in Hessen (US-amerikanische Zone) nicht akzeptiert werden konnte, da Wehrmachtoffiziere in Hessen mindestens als “nicht belastet” eingestuft werden müssen
März 1949 Ministerialdirektor Richard Plagemann unterstützt Rühmekorf in seinem Spruchkammerverfahren
März 1949 Ministerialrat Alfred Mehmel unterstützt Rühmekorf in seinem Spruchkammerverfahren
März 1949 – unklar Landrat des Kreises Wolfhagen
April 1949 Generalstabsintendant Karl Gerlach unterstützt Rühmekorf in seinem Spruchkammerverfahren
April 1949 Im Spruchkammerverfahren der Stadt Kassel als “nicht belastet” eingestuft
4. September 1968 Gestorben in Kassel

 

Quellen

BArch PERS 6/192128.

BArch PERS 6/161299.

BArch R 6/56.

HHStAW 520/22 8636.

Auskunft Melderegister Kassel.

 

Literatur

Hildebrand, Karl Friedrich: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935–1945. Die militärischen Werdegänge der Flieger-, Flakartillerie-, Fallschirmjäger-, Luftnachrichten- und Ingenieur-Offiziere einschließlich der Ärzte, Richter, Intendanten und Ministerialbeamten im Generalsrang, Bd. 3: Odebrecht–Zoch (= Deutschlands Generale und Admirale, Teil II: Die Generale der deutschen Luftwaffe, Bd. 3: O–Z), Osnabrück 1992.

 

Anmerkung: Die Biografie entstand unter Mitarbeit von Tristan Maurer im Rahmen der Quellenübung “Krieg und Fliegen: Die Karrieren und Nachkriegswege von Görings Bürokraten im Reichsluftfahrtministerium” im Wintersemester 2019/20 an der Universität Heidelberg.

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