Alfred-Ingemar Berndt

Abteilungsleiter im RMVP

Das Deutsche Führerlexikon 1934/35, Berlin 1934.

Lebenslauf

22. April 1905 Geburt in Bromberg
Studium der Germanistik in Berlin (ohne Abschluss)
1919 Angehöriger des Grenzschutz Ost in Bromberg
1922 im Umfeld der NS-Bewegung
1923 Eintritt in die NSDAP (wieder ausgetreten)
1924 Mitglied des Frontbanns, dann der SA
1924 – 1926 Redakteur beim „Deutschen Tageblatt“
1925 Wiedereintritt in die NSDAP (wieder ausgetreten)
tätig in „Wolffs Telegraphischem Büro“ (WTB)

Redakteur des „Märkischen Kurier“

1931/32 tätig in der Gruppe Presse des Kampfbunds für deutsche Kultur und im Berliner Gaupresseamt
1932 Eintritt in die NSDAP
1933 Adjutant des NSDAP-Reichspressechefs Otto Dietrich und Abteilungsleiter der Reichspressestelle der NSDAP
Febr. 1933 Ernennung zum Reichsbeauftragten für „Wolffs Telegraphisches Büro“ (WTB), ab Juni 1933 Hauptschriftleiter des WTB, Ende 1933 Umwandlung in das „Deutsche Nachrichtenbüro“ (DNB)
Jan. 1934 Leiter des DNB
1934 Übertritt von der SA in die SS
1935/36 Berufung in die Presseabteilung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP), ab April 1936 Leiter der Presseabteilung und Ministerialrat
April 1938 Leiter der Abteilung Presse Inland des RMVP
Dez. 1938 – Sept. 1939 Leiter der Schrifttumsabteilung des RMVP
Sept. 1939 Leiter der Rundfunkabteilung des RMVP
1940/41 Kriegsdienst in einer Panzer-Einheit und im Stab Rommels beim Afrika-Korps
Sept. 1941 – Dez. 1944 Leiter der Propagandaabteilung des RMVP, Ernennung zum Ministerialdirektor
1945 Kommandeur in der SS-Panzerdivision „Wiking“
28. März 1945 gefallen bei Vesprem/Ungarn

Quellen

BArch Freiburg N 117/4; N 118/1; N 886.

Das Deutsche Führerlexikon 1934/35, Berlin 1934, S. 50f.

BArch Berlin-Lichterfelde: NS 19/839; R 9361-I/192, 225; R 9361-II/68594; R 9361-III/516827, 516828; R 9361-V/4068; R 9361-V/2801; R 1501/127621.

Barch Koblenz: N 886-TON.

 

Literatur

Boelcke, Willi A.: Kriegspropaganda 1939-1941. Geheime Ministerkonferenzen im Reichspropagandaministerium, Stuttgart 1966, S. 75-80.

Klee, Ernst: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, Hamburg 22016, S. 42.

Krings, Stefan: Das Propagandaministerium. Joseph Goebbels und seine Spezialisten, in: Hachmeister, Lutz/Kloft, Michael (Hrsg.): Das Goebbels-Experiment. Propaganda und Politik, München 2005, S. 29-48, hier S. 38.

 

Normdaten

GND: 116143991

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