Walter Labs

Oberregierungsrat im RMfdbO

Lebenslauf

13. Juli 1910 Geburt in Gladbeck
1916 – 1920 Volksschule in Gladbeck und Barwalde (Pommern)
1920 – 1929 Realgymnasium in Gladbeck (Abitur)
1929 – 1933 Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen, Münster und Erlangen;
Promotion zum Dr. iur.
ca. ab 1929 Mitglied der Deutschen Studentenschaft
1. Februar 1931 Eintritt in die NSDAP;
Ende 1932 kurzzeitig ausgestrichen und im Juli 1933 wieder eingetreten
1. Juli 1933 Eintritt in die SA
Aug. 1933 – Feb. 1935 Ausbildung als Gerichtsreferendar in Gladbeck und Essen
Feb. 1935 – Juni 1938 Übernahme und Ausbildung als Regierungsreferendar durch die Regierung Münster
Juli 1938 – Juni 1939 Regierungsassessor am Landratsamt Nauen
Juli 1939 – Juni 1940 Dezernent für Polizeiverwaltung, Landjahrverwaltung und Ausbildung der Regierungsreferendare bei der Regierung Hannover;
zeitweise Abordnung an das Landratsamt Rinteln und das Oberpräsidium Hannover
15. Dezember 1939 Ernennung zum Regierungsrat
Juni – Juli 1940 Einzug zur Wehrmacht und Dienst als Leutnant beim Infanterie-Ersatz-Bataillon 33 in Dessau
Juli 1940 – Juni 1941 (Ober-)Kriegsverwaltungsrat bei der Militärverwaltung von Paris;
zuletzt persönlicher Referent des Chefs des Verwaltungsstabes Paris
1. April 1941 Ernennung zum Oberregierungsrat
Juni 1941 – Jan. 1945 Leiter der Abteilung II-I „Innere Verwaltung“ im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
Jan. – Feb. 1945 Volkssturmmann in Berlin
Feb. – Mai 1945 erneut aktiver Wehrdienst bei Panzertruppen in Dänemark
Juli 1945 – Mai 1946 Hilfsarbeiter beim Bauunternehmen Anton Kohns, Koblenz
Mai 1946 – Mrz. 1948;
ab Mrz. 1948
Schreinerlehrling bei der Tischerei Josef Holländer, Gladbeck;
anschließend Übernahme als Geselle
3. Dezember 1948 Einstufung in Kategorie V (Entlasteter) durch den Entnazifizierungshauptausschuss Gladbeck
April 1949 – Dez. 1949 Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter am Forschungsinstitut für Sozial- und Verwaltungswissenschaften der Universität Köln
Jan. 1950 – Dez. 1975 Leitende Tätigkeiten im Verband öffentlicher Verkehrsbetriebe (VÖV), Essen/Köln;
Rechtsreferent sowie Referent für Koordinierungs- und Konzessionsfragen (1950 – 1952);
Stellvertretender Verbandsdirektor (1952 – 1957);
Verbandsdirektor und geschäftsführendes Präsidialmitglied (ab 1957)
Beiratsmitglied beim Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau;
Geschäftsführungsmitglied des Aktionsausschusses Verkehr der Europäischen Gemeinschaften;
Mitglied des Hauptvorstands der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft;
Vorstandsmitglied im Deutschen Verkehrssicherheitsrat
14. Januar 1976 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
7. Dezember 1988 Tod in Heidelberg

 

Literatur

Rusinek, Bernd-A.: Der Fall Greifeld, Karlsruhe. Wissenschaftsmanagement und NS-Vergangenheit (= Veröffentlichungen aus dem Archiv des Karlsruher Instituts für Technologie, Bd. 5), Karlsruhe 2019.

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 43/II-455b; R 9361-IX KARTEI/24430120; R 9361-IX KARTEI/24430121.

BArch Ludwigsburg, B 162/20425.

LA NRW Abt. Rheinland, NW 1039-L Nr. 2580.

Der Städtetag. Zeitschrift für Praxis und Wissenschaft der kommunalen Verwaltung sowie ihrer wirtschaftlichen Einrichtungen und Betriebe, Jg. 29 (1976, Neue Folge), Hf. 1 und 2; Jg. 33 (1980, Neue Folge), Hf. 9.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Dezember 1988, S. 28.

 

Auskünfte

Stadt Gladbeck, Abteilung für Personenstandswesen, 24. März 2020.

 

Normdaten

GND: 1110256639

 

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