Emil Walker

Bibliotheksdirektor im RMfdbO

BArch R 9361-VIII KARTEI/24861473

Lebenslauf

29. April 1894 Geburt in Katharinenfeld [GEO]
bis 1907 Besuch der deutschen Volksschule in Katharinenfeld
1907 – 1914 Besuch des Ersten Knabengymnasiums in Tiflis
1914 – 1916 Studium an der romanisch-germanischen Abteilung der Universität St. Petersburg
1916 Musterung für das russische Militär, Abbruch des Studiums und Rückkehr nach Georgien
1916 – 1917 Privatlehrer in Katharinenfeld
ab 1917 Besuch des Lehrerinstituts in Tiflis
1918 Mitarbeiter der Zeitung “Vozroždenie”;
anschließend Dolmetscher bei der deutschen Militärdelegation in Tiflis
1919 – 1920 Teilhaber des brüderlichen Unternehmens V. Walker und Co.
1920 Einzug zum georgischen Heer und Dienst in der Kultur- und Propagandaabteilung des georgischen Kriegsministeriums
Sept./Okt. 1920 Entlassung vom Militär und Übersiedlung in die Schweiz
1920 – 1921 Studium an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich (ohne Abschluss)
1921 – 1926 Studium der Germanistik, Geschichte, Slavistik und Philosophie in Tübingen und München;
Promotion zum Dr. phil.
1926 – 1928 Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter bei der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB)
1. Dezember 1928 Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft;
Aufnahme zur Referendarausbildung bei der BSB
20. Oktober 1929 Assessorprüfung
ab 1931 Stelle als besoldeter Bibliotheksassessor bei der BSB
1. Mai 1933 Eintritt in die NSDAP;
späterer Dienst als Block- (ab 1934) bzw. Zellenleiter (bis 1937)
Nov. 1933 – Feb. 1941 Staatsbibliothekar bei der BSB und dortiger Referent für Slavistik
Feb. 1941 – Okt. 1941 Komm. Bibliotheksdirektor (Staatsbibliothekar) bei der National- und Universitätsbibliothek Prag;
anschließend dort auch als Abteilungs- und Bibliotheksdirektor geführt
Mai – Okt. 1941 Kriegsdienst als Dolmetscher einer Propaganda-Kompanie
Okt. – Nov. 1941 Abordnung zum Sonderstab R auf der Ordensburg Krössinsee
Nov. 1941 – 1945 Mitarbeiter des Archivs bzw. Instituts für Kontinentaleuropäische Forschung und der Dienststelle Nikuradse im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
18. April 1945 Tod (Ursache unbekannt) in Schwarzenfeld (Oberpfalz)

 

Literatur

Kratz, Gottfried: Staatsbibliothekar Dr. Emil Walker (1894-1945) an der Bayerischen Staatsbibliothek, in: Bibliotheksforum Bayern, Jg. 3 (2009), Hf. 3, S. 42-45.

Kratz, Gottfried: Von Katharinenfeld im Kaukasus nach Schwarzenfeld in Bayern. Staatsbibliothekar Dr. Emil Walker – Germanist, Slavist und „Kontinentaleuropaeer“, Münster 2007.

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 9361-VIII KARTEI 24861473; R 9361-IX KARTEI/46720693.

 

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