Reinhard Sunkel

Amtsleiter im REM

Lebenslauf

9. Februar 1900 Geburt in Mainz
ab 1910 Preußisches Kadettenkorps Oranienstein in Diez a.d. Lahn, dann Hauptkadettenanstalt Lichterfelde in Berlin
Freikorpskämpfer im „Landesjägerkorps Maercker“
1920 – 1922 Studium der Rechtswissenschaft in Göttingen, Genf und Frankfurt
1922/23 Eintritt in die NSDAP, Eintritt in die SA
1923 Beteiligung am Hitler-Putsch
ab 1925 Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Kiel, Zürich und Erlangen
1927 Gründungsmitglied des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbunds (NSDStB) in Kiel
1930 Reichsorganisationsleiter des NSDStB
1930/31 Ortsgruppen- und Kreisleiter der NSDAP in Kiel
März 1931 Ausschluss aus dem NSDStB
April 1932-November 1933 Mitglied des preußischen Landtags für die NSDAP
1933 „Kommissar z.b.V.“ im Preußischen Kultusministerium, Leiter der Pressestelle
Mai 1933 Ernennung zum Ministerialrat
1933 – April 1936 persönlicher Adjutant des preußischen Kultus-, ab 1934 Reichserziehungsministers Bernhard Rust
Aug. 1934 – April 1936 Leiter des Ministeramts des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung (REM)
Sommer 1934 Ernennung zum Ministerialdirektor
Dez. 1937 Versetzung in den Wartestand
1939 Meldung zur Wehrmacht, zuletzt Oberleutnant d. R.
Teilnahme am Feldzug gegen Polen, an der Besetzung Dänemarks, am Frankreichfeldzug und am Krieg gegen die Sowjetunion
8. Mai 1945 Suizid in Libau

Quellen

DRK-Suchdienst München, ZNK, Reinhard Sunkel.

 

Literatur

Grüttner, Michael: Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik (= Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte, Bd. 6), Heidelberg 2004, S. 172.

Jasch, Hans-Christian: Das preußische Kultusministerium und die „Ausschaltung“ von „nichtarischen“ und politisch mißliebigen Professoren an der Berliner Universität in den Jahren 1933 bis 1934 aufgrund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933, in: forum historiae iuris, 25.8.2005, Abs. 40.

Klee, Ernst: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, Frankfurt 2007, S. 605.

Nagel, Anne C.: Hitlers Bildungsreformer. Das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung 1934–1945, Frankfurt 2012, S. 104f.

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