Erwin Hölzle

Regierungsrat im RMfdbO

BArch Berlin R 9361-VIII KARTEI/11560920

Lebenslauf

6. September 1901 Geburt in Neu-Ulm
1911 – 1920 Gymnasium in Konstanz (Abitur)
1920 – 1925 Studium der Rechtswissenschaften und Geschichte an den Universitäten Freiburg, München und Berlin;
Promotion zum Dr. phil. in Berlin
1920 – 1923/1925 Mitgliedschaft im Alldeutschen Verband und dem Hochschulring Deutscher Art bzw. der Fichte-Hochschulgemeinde
1922 – 1925 Mitgliedschaft in der Völkischen Finkenschaft, Berlin
1925 – 1932 Privatgelehrter und (selbstständige) Forschungsarbeiten in Stuttgart, Wien, Paris und Berlin
1. Mai 1933 Eintritt in die NSDAP
ab Mai 1933 Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft für nachkriegsgeschichtliche Forschung“ in der Historischen Reichskommission
ab Nov. 1933 Abteilungsleiter „Landeskunde und -geschichte“ (Regierungsrat) am Württembergischen Statistischen Landesamt
1935 – 1937 NSDAP-Blockleiter
ab 1937 Lektor der Parteiamtlichen Prüfungskommission zum Schutze des nationalsozialistischen Schrifttums
Aug. 1939 – Mrz. 1941 Militärdienst und Teilnahme am Zweiten Weltkrieg (Landwehr-Flak)
seit 1939 Kriegsredner des Kreises Stuttgart
1941 – 1942 Mitglied der Archivkommission des Auswärtigen Amts in Paris
1942 Habilitation an der Universität Wien
1943 –  Feb. 1944 Referent im Führungsstab Politik (Abt. I-8) des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete
1944 Obereinsatzführer im Sonderstab Wissenschaft des Einsatzstabes Reichsleiter Rosenberg (ERR);
Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung der bolschewistischen Weltgefahr“
1944 Dozent für Geschichte an der Universität Berlin
1945 Volkssturmmann
Jan. – Sept. 1946 Internierung
28. Januar 1948 Einstufung in Kategorie IV (Mitläufer) durch den Entnazifizierungs-Untersuchungsausschuss Lkr. Konstanz
1955 – 1960 mehrfach fehlgeschlagene Versuche, Hölzle als Professor an den Universitäten Tübingen, Heidelberg oder Freiburg unterzubringen (Ablehnung durch die Historischen Seminare bzw. Institute)
1962 Verleihung des Professoren-Titels
27. Dezember 1976 Tod in Freiburg

 

Literatur

Haar, Ingo: Historiker im Nationalsozialismus. Deutsche Geschichtswissenschaft und der „Volkstumskampf“ im Osten (= Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft, Bd. 143), Göttingen 2002.

Klee, Ernst: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, Hamburg 22016.

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 4901/13266; R 9361-VIII KARTEI/11560920

HStA Stuttgart, EA 3/150 Bü 915; J 191 Hölzle.

StA Freiburg, D 180/2 Nr. 196618.

StA Ludwigsburg, EL 902/20 Bü 3533.

 

Normdaten:

GND: 116927887

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.