Rüdiger Schleicher

Ministerialrat im RLM

privat

Lebenslauf

14. Januar 1895 Geboren in Berlin
1903 – 1913 Humanistisches Eberhard-Ludwigs-Gymnasium Stuttgart
1913 – 1917 Militärdienst, 1914 schwere Oberschenkelverletzung, infolge der Verwundung 1917 entlassen
1918 Leutnant der Reserve
1915 – 1919 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen
1919 Eintritt in die DDP
1919 – 1921 Gerichtsreferendar Amtsgericht Schorndorf
1922 – 1924 Hilfsarbeiter im Reichsverkehrsministerium, Abt. Kraftfahrwesen
1923 Hochzeit mit Ursula Bonhoeffer
12. Februar 1924 Promotion Dr. jur. an der Universität Tübingen
1924 – 1925 Hilfsarbeiter im Auswärtigen Amt „Amerikastelle“
1925 – 1926 Württembergische Innere Verwaltung
1927 – 1933 Kommissarischer Hilfsarbeiter, später Regierungsrat im Reichsverkehrsministerium
1. Mai 1933 Eintritt in die NSDAP
1933 – 1944 (Regierungsrat, später Ministerialrat im RLM
1935 – 1939 Leiter der Rechtsabteilung im Zentralamt des RLM
1937 Mitglied des Wehrdienststrafhofs 2. Rechtszug
1939 Honorarprofessor an der Universität und Technischen Hochschule Berlin
1940 Direktor des Instituts für Luftrecht der Universität Berlin
1939 – 1944 Referent im Allgemeinen Amt Abt. 1 im RLM
4. Oktober 1944 Verhaftung durch die Gestapo
2. Februar 1945 Todesurteil durch den Volksgerichtshof, Urteil wird nicht bestätigt, da der Vorsitzende Richter Roland Freisler tags darauf ums Leben kommt
22./23. April 1945 Wird von einem SS-Kommando in Berlin hingerichtet

Quellen

BArch PERS 6/183509.

BArch PERS 6/183510.

HStAS M 430/3 Bü 9892.

 

Literatur

Bethge, Eberhard; Bethge, Renate; Gremmels, Christian (Hrsg.): Dietrich Bonhoeffer. München 1986.

Bethge, Eberhard, Bethge, Renate (Hrsg.): Letzte Briefe im Widerstand. Aus dem Kreis der Familie Bonhoeffer. München 1984.

Bracher, Karl Dietrich: Geschichte als Erfahrung. Betrachtungen zum 20. Jahrhundert. Stuttgart/München 2001. (identisch mit RS, 1998)

Bracher, Karl Dietrich: Rüdiger Schleicher, in: Zeugen des Widerstands. Ehemalige Studenten der Universität Tübingen, die im Kampf gegen den Nationalsozialismus starben. (Hrsg. v. Joachim Mehlhausen). Tübingen 1998.

Fest, Joachim: Staatsstreich. Der lange Weg zum 20. Juli. Berlin 1994.

Gerrens, Uwe. Rüdiger Schleicher. Leben zwischen Staatsdienst und Verschwörung. Gütersloh 2009.

Jacobsen, Hans-Adolf (Hrsg.): Spiegelbild einer Verschwörung. Die Opposition gegen Hitler und der Staatsstreich vom 20. Juli 1944 in der SD-Berichterstattung. Geheime Dokumente aus dem ehemaligen Reichssicherheitshauptamt. Erster Band. Stuttgart 1984.

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