Hans-Ulrich Rottka

Oberkriegsgerichtsrat im RLM

 

Lebenslauf

21. Januar 1895 Geboren in Bautzen
1914 – 1920 Kriegsdienst im Infanterieregiment 139, Reserveinfanterieregiment 104, Fliegerabteilung 30, Grenadierregiment 11 und Infanterieregiment 23, zuletzt Oberleutnant
1920 – 1923 Jurastudium an den Universitäten Leipzig und Freiburg
1923 – 1926 Referendar bei der sächsischen Justizverwaltung
30. April 1926 Promotion (Dr. jur.) an der Universität Leipzig
1926 – 1928 Gerichtsassessor bei der Staatsanwaltschaft Dresden
1928 – 1931 Gerichtsassessor, später Amtsgerichtsrat beim Amtsgericht Dresden
1931 – 1935 Landgerichtsrat am Landgericht Dresden
1935 – 1936 Kriegsgerichtsrat, später Oberkriegsgerichtsrat im Luftkreiskommando III (Dresden)
1936 Referent in der Rechtsabteilung des RLM
1936 – 1942 kommandiert zum Reichskriegsgericht, späterer Reichskriegsgerichtsrat
1943 – 1945 kommandiert zum Luftgaukommando III und Reichskriegsgericht
1945 – 1950 In sowjetischer Kriegsgefangenschaft
13. Juni 1950 Verurteilung aufgrund von “Verbrechen gegen die Menschlichkeit” zu lebenslanger Haft durch das Landgericht Chemnitz bzw. sowjetisches Militärtribunal
unklar Herabsetzung der Haftstrafe auf 20 Jahre
28. April 1956 vorzeitig entlassen
14. Oktober 1979 Gestorben in Berlin

 

Quellen

BArch Freiburg PERS 6/161038.

BArch Berlin-Lichterfelde R 3001/72998; DP 3/4759.

Literatur

Weinke, Anette: Ehemalige Wehrmachtrichter in der SBZ/DDR: Elitenaustausch und verhinderte Aufarbeitung, in: Wolfram Wette, Joachim Perels (Hrsg.): Mit reinem Gewissen. Wehrmachtrichter in der Bundesrepublik und ihre Opfer, Berlin 2011.

Werkentin, Falco: Politische Strafjustiz in der Ära Ulbricht. Vom bekennenden Terror zur verdeckten Repression, Berlin 1995.

 

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