Rudolf Schünicke

Oberregierungsrat im RMfdbO

BArch Berlin-Lichterfelde R 9361-VIII KARTEI/21500128

Lebenslauf

2. April 1904 Geburt in Lückstedt
Besuch der Dorfschule Lückstedt, des Gymnasiums Stendal und der Oberrealschule Magdeburg (Mittlere Reife)
1922 – 1925 Banklehre und Bankbeamter bei der Diskontogesellschaft Stendal
1925 – 1927 Arbeitslosigkeit und private Vorbereitung auf die Reifeprüfung;
Abitur an der Oberrealschule Berlin-Lichterfelde
1927 – 1933 Studium der Rechtswissenschaften in Berlin und Jena
1. November 1932 Eintritt in die NSDAP
August 1933 Eintritt in die SS
4. April 1933 Referendarprüfung am OLG Jena
1933 – 1937 Referendar im OLG-Bezirk Naumburg/Saale und Große Staatsprüfung
1937 Tätigkeit in der Abteilung Vormundschaft und Register beim Amtsgericht Zeitz
1937 – 1938 Tätigkeit in der Reichsanstalt für Arbeitslosenvermittlung und Arbeitslosenversicherung
1938 – 1939 Referent in der Abteilung Arbeit beim Oberpräsidenten in Kassel
1939 – 1941 Referent beim Landesarbeitsamt Erfurt
Juni 1940 Ernennung zum Regierungsrat
1941 – Feb. 1942 stellvertretender Leiter des Arbeitsamtes Sangerhausen
Feb./März 1942 Referent in der Abteilung Arbeit beim Reichskommissar in Riga
März 1942 – Apr. 1945 Referent in der Abteilung Arbeits- und Sozialverwaltung des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete;
Zuständigkeitsbereich „Arbeitsvermittlung im Ostland“
1. Februar 1944 Ernennung zum Oberregierungsrat
1945 Volkssturmmann in Michendorf (Mark)
bis Jan. 1946 Arbeiter in der Landwirtschaft und bei einer Molkerei in Lückstedt
8. Januar 1946 Verhaftung und Internierung im Lager Buchenwald
10. Februar 1950 Überführung nach Waldheim und Anklage im Rahmen der sog. Waldheimer Prozesse
26. April 1950 Verurteilung am Landgericht Chemnitz als Belasteter zu 7,5 Jahren Gefängnis
22. Juni 1950 Wiederverhandlung am LG Chemnitz nach Revision der Staatsanwaltschaft;
Verurteilung als Hauptverbrecher zu 25 Jahren Haft
7. Oktober 1952 Strafnachlass von 8 Jahren aufgrund eines Gnadenerlasses
30. März 1954 Verlegung in die Vollzugsanstalt Bautzen
1955 Verlegung in die Vollzugsanstalt Torgau
28. April 1956 Entlassung aus der Haft und Umsiedlung nach Hamburg
1986 Tod in Hamburg-Altona

Quellen

Auskunft des Standesamtes Osterburg (Altmark) vom 27.09.2019.

BArch Berlin-Lichterfelde, DO 1/2832; R 9361-VIII KARTEI/21500128; R 9361-IX KARTEI 39911474; R 9361-IX KARTEI 39911475.

DRK-Suchdienst München, ZNK, Rudolf Schünicke.

LA Berlin, B Rep. 057-01, Nr. 117.

Normdaten

GND: 12771796X

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