Herbert Drescher

Regierungsrat im RMfdbO

BArch Berlin-Lichterfelde, R 9361-VIII KARTEI/6911223

Lebenslauf

30. August 1910 Geburt in Pogorzela
1919 – 1930 Reformrealgymnasium in Forst (Lausitz)
1931 kaufmännische Lehre bei der Elektro-Werke-A.G. in Zschornewitz
1931 – 1939 Studium der Wirtschaftswissenschaften sowie englischen und polnischen Sprache an der Handelshochschule Berlin (Diplom 1935, Doktorexamen 1939)
1. Februar 1932 Eintritt in die NSDAP
1933 – 1935 Mitglied der SA
Mai 1935 – Mrz. 1937 Referent für Polen und die baltischen Staaten im Presseamt des Außenpolitischen Amtes der NSDAP (APA)
Mrz 1937 – Jan. 1938 Mitarbeiter im Forschungsamt des Reichsluftfahrtministeriums
Feb. 1938 – Aug 1939 stellv. Leiter des Presseamtes und Inhaber der Hauptstelle „Innendienst und Länderreferate“ im APA
Sept. – Nov. 1939 Übersetzer bei der Zivilverwaltung des Armeeoberkommandos VIII in Breslau und Lodz
Nov. 1939 – Jun. 1941 Sachbearbeiter in der Abteilung Kultur des Generalgouvernements in Krakau
Jul. 1941 – Jan. 1943 pers. Referent Georg Leibbrandts in der Hauptabteilung Politik des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete (zuletzt im Range eines Regierungsrats)
Feb. 1943 – Mai 1945 Wehrdienst bei verschiedenen Marinen-Einheiten
Mai – Aug. 1945 Übersetzer bei der Dolmetscherstelle des Deutschen Minenräumdiensts in Glücksburg
Sept. 1945 – Feb. 1947 engl. Kriegsgefangenschaft und Zivilinternierung in Neumünster und Eselsheide
März 1947 – April 1948 kaufmännischer Angestellter und Hilfsarbeiter bei der Schlosserei Otto Dingerkus in Attendorn
April 1947 Einstufung in Kategorie V (Entlastete) durch den Entnazifizierungshauptausschuss Olpe
Mai 1948 – Feb. 1949 Diplom-Handelslehrer an der Kreisberufsschule Olpe
Feb. 1949 – Juli 1949 selbstständiger Diplom-Handelslehrer (Lehrgänge und Vertrieb von Lehrmitteln)
Juli 1949 Umsiedlung nach Eberbach/Neckar und anschließende Arbeitslosigkeit
Dez. 1949 – Aug. 1963 kaufmännischer Angestellter und später Handlungsbevollmächtiger bei Brown, Boverie & Cie in der Abteilung Leitungsbau
Sept. 1964 – Aug. 1975 Dozent und später Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft in Pforzheim
seit 1975 Ruhestand und schriftstellerische Tätigkeit zur Geschichte und Landeskunde Polens
seit 1987 Mitglied der Historisch-Landeskundlichen Kommission für Posen und das Deutschtum in Polen (später: Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen)
20. März 2002 Tod in Heidelberg

Literatur

Hochschule Pforzheim (Hrsg.): 50 Jahre Fakultät für Wirtschafts und Recht. Hochschule Pforzheim, Festschrift anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Fakultät für Wirtschaft und Recht, Pforzheim 2013. 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, NS 43/511; NS 43/518; R 9361-II/181013; R 9361-II/181123; R 9361-VIII KARTEI/6911223; R 9361-IX KARTEI/6840876.

IfZ München, ZS 703, Herbert Drescher.

LA Berlin, B Rep. 031-03-09 Nr. 825; B Rep. 057-01 Nr. 120.

LA NRW Abt. Rheinland, NW 1109 Nr. 603.

Kessler, Wolfgang: Herbert Drescher. 1910-2002, in: Germano Polonica. Mitteilungen zur Geschichte der Deutschen in Polen und der deutsch-polnischen Beziehungen, Nr. 2/2002, S. 40-41.

Normdaten

GND: 132922487.

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