Herbert Scurla

Referent im REM

Lebenslauf

21. April 1905 Geburt in Kleinräschen bei Senftenberg/Niederlausitz
Besuch des Reform-Realgymnasiums in Senftenberg
1923 – 1926 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, Kulturgeschichte und historischen Wissenschaften in Berlin, Halle und Leipzig
Werkstudent im Braunkohlebergbau
1924 Erzieher im Kinderheim Schloss Neusorge
1926 Diplomprüfung als Volkswirt
1928 Sekretär des Hauptgeschäftsführers der Wirtschaftshilfe des Deutschen Studentenwerks
1929 Referent in der Deutschen Akademischen Auslandsstelle des Verbandes der deutschen Hochschulen
1931 – 1934 Referent beim Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD)
1931 oder 1933 Promotion in Leipzig
1933 Eintritt in die NSDAP
1933 – 1939 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Politik in Berlin (nebenamtlich)
1934 – 1945 Tätigkeit beim Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung (REM), zunächst als Hilfsarbeiter
1935 Regierungsrat
1939 Oberregierungsrat in der Auslandsabteilung des REM und Sonderreferent für Ostfragen, Hauptsachbearbeiter für Kulturelle Fragen in der Reichsrundfunkkammer
1940 Lehrbeauftragter für Auswärtige Kulturpolitik an der Deutschen Auslandswissenschaftlichen Fakultät der Universität Berlin
1942 Scheitern der Beförderung zum Ministerialrat wegen Einspruchs von Martin Bormann
1944 Habilitation, Ernennung zum Honorarprofessor
nach 1945 zeitweise Tischler, Verlagslektor
freier Schriftsteller in Cottbus, Veröffentlichungen auch unter dem Pseudonym Karl Leutner, Lektor für den “Verlag der Nation”
1950 Eintritt in die NDPD
1951 – 1957 Mitglied der Bezirksleitung des Kulturbundes der DDR in Cottbus
Stellv. Vorsitzender des Deutschen Schriftstellerverbandes im Bezirk Cottbus
1965 Verdienstmedaille der DDR
1971 Johannes-R.-Becher-Medaille in Gold
1974 Vaterländischer Verdienstorden
7. April 1981 Tod in Kolkwitz

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 4901/25444; R 4901/13277; R 4901/15104; R 4901/26127; R 9361-I/3363; R 9361-VI/2867; DY 27/625; DY 17/3169, 3173, 3224; DY 17/5306;  DY 17/3900; DY 17/5150-5152.

BArch Freiburg, N 878/98.

 

Literatur

Grüttner, Michael: Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik (= Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte, Bd. 6), Heidelberg 2004, S. 159.

Hausmann, Frank-Rutger: Scurla, Herbert, in: Neue Deutsche Biographie 24 (2010), S. 101f. (online).

Klee, Ernst: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, Frankfurt 2007, S. 562.

Laitenberger, Volkhard: Akademischer Austausch und auswärtige Kulturpolitik, Frankfurt/Zürich 1976, passim.

Schreiber, Christoph: „Deutsche, auf die wir stolz sind.“ Untersuchungen zur NDPD, Hamburg 2018, S. 150-162.

Simon, Gerd/Popa, Klaus/Schermaul, Ulrich: Chronologie Herbert Scurla, Mai 2006 (online).

 

Normdaten

GND: 107454629

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