Hermann Bärwinkel

Regierungsrat im RLM | Ministerialrat im RMfdbO

BArch, VBS 1012 (R 1501)/ZA VI 0463 A. 14

Lebenslauf

2. Juni 1895 Geburt in Wiesbaden
1902 – 1905 Volksschule in Kassel
1905 – 1913 Oberrealschule II, Kassel (Primareife)
1913 Eintritt in den Preußischen Staatsdienst
1913 – 1915;
1916 – 1919
Hilfsarbeiter (Verwaltungsanwärter) beim Landratsamt Kassel, der Regierung Kassel und dem Landratsamt Hünfeld
1915 – 1916 Militärdienst beim Ersatz-Bataillon Reserve-Infanterie-Regiment 203
1919 – 1932 Tätigkeit bei der Regierung Kassel, zunächst im Vorbereitungsdienst
1919 – 1920 Mitglied im Jungdeutschen Orden
1920 Ernennung zum Obersekretär
1921 Eintritt in die NSDAP
1. Januar 1923 Ernennung zum Regierungsobersekretär
1924 Kandidat des Völkischsozialen Blocks für die Reichstagswahl
22. Mai 1925 Wiedereintritt in die NSDAP
Feb. 1925 – Dez. 1927 NSDAP-Gaupropagandaleiter Hessen-Nassau-Nord
1927 Ortsgruppenleiter der NSDAP-Ortsgruppe Kassel
1927 – 1928 Disziplinarverfahren wegen politischer Betätigung für die NSDAP;
Verurteilung zu Geldstrafe und Versetzung nach Aachen
1928 – 1932 Tätigkeit im Regierungsbezirk Aachen
ab 1928 Tätigkeit innerhalb der NSDAP-Ortsgruppe Aachen
1930 Verwarnung wegen politischer Betätigung für die NSDAP
1930 Kandidat der NSDAP für die Reichstagswahl
1930 – Jan. 1932 Disziplinarverfahren wegen politischer Betätigung für die NSDAP mit folgender Dienstentlassung
5. November 1932 Aufhebung der Dienstentlassung und Wiedereinstellung
1932 – 1933 Tätigkeit bei der Regierung Köln
ab März 1933 Berufung in das Preußische Ministerium des Innern
ab 1933 Reichsstellenleiter im Hauptamt für Beamte und Reichssachbearbeiter im Reichsbund der deutschen Beamten, zuständig jeweils für den Bereich “Länderbeamte”
20. Mai 1933 Ernennung zum Regierungsrat
ca. 1933 – Mai 1935 Tätigkeit beim Oberpräsident der Provinz Brandenburg und Berlin, Berlin-Charlottenburg
Aug. 1934 – Jan. 1935 Abordnung an das Reichsluftfahrtministerium
Mai 1935 – Sept. 1937 Übernahme durch und Tätigkeit im Reichs- und Preußische Landesforstamt
1. Mai 1935 Ernennung zum Oberregierungsrat
1937 – 1938 Ausscheiden aus dem Reichs- und Preußischen Landesforstamt auf Anordnung Hermann Görings und anschließende Beurlaubung
Aug. 1938 – Jan. 1942 Tätigkeit bei der Preußischen Bau- und Finanzdirektion, zuständig für Grundstücksverwaltung
ab Jan. 1942 Referent  “Personalien des einfachen, mittleren und gehobenen Dienstes und TO.A X-IV” in Abt. II-Pers. des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete
Mai 1942 Ernennung zum Ministerialrat und Übernahme in den Haushalt des RMfdbO
29. Mai 1945 Verhaftung durch den NKWD
bis Jan. 1946 Internierung im sowj. Speziallager Nr. 4 in Landsberg an der Warthe;
anschließend Überführung nach Buchenwald
8. März 1946 Tod im sowjetischen Speziallager Nr. 2 in Buchenwald

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 9361-I/137; R 9361-II/35730; VBS 1012 (R 1501)/ZA VI 0463 A. 14; VBS 1027 (R 6)/ZD I 1498.

DRK-Suchdienst München, ZNK, Hermann Bärwinkel.

Eintrag “Bärwinkel, Hermann Fr.”, in: Totenbuch Sowjetisches Speziallager Nr. 2. 1945-1950.

 

Auskünfte

Gedenkstätte Buchenwald, 29. Januar 2019.

 

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