Wilhelm Ruoff

Regierungsrat im RMVP

Lebenslauf

31. Mai 1905 Geburt in Stuttgart
1920 – 1927 nach Abschluss der mittleren Reife Ausbildung zum Verlagsbuchhändler und Verlegertätigkeit in Stuttgart und Hamburg
1927 – 1932 Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Leipzig; Promotion
1932 – 1933 Referendariat (Gymnasium) in Leipzig
1933 – 1938 Lektor an der Deutschen Akademie München und Lehrer der deutschen Sprache im Ausland (Split, Agram und Belgrad)
April 1934 Eintritt in die NSDAP und Beitritt zum NSLB
1938 – 1942 Referent der Schrifttumsabteilung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP) im Bereich Buchpropaganda Ausland
1941 Ernennung zum Regierungsrat; Mitglied des RDB sowie der Reichsschrifttums- und Pressekammer
1942 – 1943 Kriegsberichterstatter und Unteroffizier an der Ostfront
1943 Rückbeorderung ins RMVP
1944 Tätigkeit („Probezeit“) im Franz-Eher-Verlag München, in den die Deutsche Verlagsanstalt (DVA) eingegliedert war
ab Juli 1944 Betriebsleiter der DVA in Stuttgart und Göppingen
Juni 1945 – 1946 Internierung (Automatischer Arrest) im Seventh Army Interrogation Center (SAIC) und im Lager 75, Kornwestheim bei Ludwigsburg
1946 – 1948 ‚gewöhnliche Arbeit‘ (Art. 58 BefrG) bei einem Tiefbauunternehmen und einer Gärtnerei
April 1948 Einstufung als ‚Mitläufer‘ (Kategorie IV) durch die Spruchkammer Stuttgart
Sommer 1948 Suizidversuch in Ulm mit Folge körperlicher Beeinträchtigung
1948 – 1954 Anstellungen u.a. im Mundus-Verlag Stuttgart und im Rainer-Wunderlich-Verlag Tübingen
1954 – ? Gymnasiallehrer am Gottlieb-Daimler-Gymnasium Bad-Cannstatt
12. September 1980 Tod in Stuttgart

Literatur

Barbian, Jan-Pieter: Literaturpolitik im NS-Staat. Von der „Gleichschaltung“ bis zum Ruin, Frankfurt am Main 2010.

Quellen

Ruoff, Wilhelm: Familienchronik, Aufzeichnungen während der Internierung im Lager 75, Kornwestheim, vom 20.03.1945–31.03.1946, unveröffentlichtes Dokument in Privatbesitz.

Staatsarchiv Ludwigsburg, EL 902/20 Bü 7133: Spruchkammerakte Dr. Wilhelm Ruoff.

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