August Heißmeyer

Ministerialdirektor im REM

Bundesarchiv Bild 183-R38093, August Heißmeyer, CC BY-SA 3.0 DE

Lebenslauf

11. Januar 1897 Geburt in Gellersen, Kreis Hameln
1914 – 1918 Kriegsfreiwilliger
1920 Abitur (nachgeholt)
1920 – 1922 Studium der Rechtswissenschaften (ohne Abschluss) in Göttingen
1920 Mitglied des Freikorps von Major von Hanstein
Tätigkeit als Arbeiter und Bergarbeiter in Rauxel/Westfalen und bei den Farbwerken Hoechst
1924 erste Eheschließung
Firmenvertreter, u.a. der Siemens-Schuckert-Werke, in Göttingen und Teilhaber einer Autofahrschule
August 1925 Eintritt in die NSDAP
Oktober 1925 Eintritt in die SA
1927 – 1928 Geschäftsführer und stellvertretender Gauleiter für den Gau Hannover-Süd
seit 1930 Mitglied der SS
1933 Reichstagsabgeordneter
1935 – 1940 SS-Obergruppenführer und Chef des SS-Hauptamts Berlin
1936 – 1945 Inspekteur der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (Napola) im Rang eines Ministerialdirektors im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung (REM)
1940 – 1945 Inspekteur der Deutschen Heimschulen
1940 Eheschließung mit der Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink (1902-1999)
1944 Ernennung zum Höheren SS- und Polizeiführer für Berlin und Brandenburg (beauftragt seit 1939), General der Waffen-SS und Polizei
1945 Flucht aus Berlin, untergetaucht als Flüchtling aus Ostpreußen mit dem Namen „Stuckenbrok“, u.a. in Bebenhausen, Arbeit als Land- und Waldarbeiter
Februar 1948 Verhaftung und Verurteilung zu 18 Monaten Haft wegen gefälschter Personalpapiere, vorzeitige Entlassung im August 1948
Mai 1950 Einstufung im Spruchkammerverfahren als „Hauptschuldiger“
ab August 1948 Arbeit in der Maschinenfabrik Zanker, Tübingen
16. Januar 1979 Tod in Schwäbisch Hall

Literatur

Birn, Ruth Bettina: Die Höheren SS- und Polizeiführer. Himmlers Vertreter im Reich und in den besetzten Gebieten, Düsseldorf 1986, S. 335.

Quellen

Staatsarchiv Sigmaringen Wü 13 T 2 2648/197.

Staatsarchiv Sigmaringen Wü 13 T 2 2139/004.

Normdaten

GND:  121027627

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