Gottlob Berger

Referent im REM | Abteilungsleiter im RMfdbO

Bundesarchiv Bild 183-S73321, Gottlob BergerCC BY-SA 3.0 DE

 

Lebenslauf

16. Juli 1896 Geburt in Gerstetten
1902 – 1910 Volks- und Realschule in Gerstetten
1910 – 1914 Lehrerseminar in Nürtingen
1914 – 1919 Kriegsfreiwilliger und Einsatz an der Westfront;
Entlassung als Kriegsdienstbeschädigter (70%)
1920/21 Akademie für Turn- und Sportlehrer in Tübingen
November 1922 Eintritt in die NSDAP
1924 – 1929 Angehöriger der Organisation F (Freikorps Damm)
1928 – 1933 Hauptlehrer an einer Versuchsvolksschule in Wankheim
15. November 1930 Eintritt in die SA
1. Januar 1931 Wiedereintritt in die NSDAP
15. Oktober 1932 Ernennung zum SA-Oberführer
1933 – 1935 Rektor der Knabenschule Esslingen
1935 – 1936 Referent für körperliche Erziehung der Jugend im Württembergischen Kultusministerium;
Ernennung zum Oberregierungsrat
30. Januar 1936 Eintritt in die SS
Apr. 1936 – Juni 1938 Rektor der Württembergischen Landesturnanstalt Stuttgart;
Referent für Leibeserziehung im Reichsministerium für Erziehung, Wissenschaft und Volksbildung (REM)
Juli 1938 – April 1941 Chef des Ergänzungsamtes (Amt VIII) im SS-Hauptamt
1938/39 Chef des Erfassungsamtes und des Amtes für Leibesübungen im SS-Hauptamt
15. August 1940 Ernennung zum Generalmajor der Waffen-SS
ab April 1941 Chef des SS-Hauptamtes
1942 – 1944 Chef der Postüberwachungsstelle der Deutschen Reichspost
ab Juli 1942 Verbindungsführer des Reichsführers SS zum Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO)
21. Juni 1943 Ernennung zum SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS
Aug. 1943 – Jan. 1945 Abteilungsleiter des Führungsstabes Politik im RMfdbO
September 1943 Beauftragter für die Judendeportationen in Dänemark
September 1944 Höherer SS- und Polizeiführer Slowakei;
Bevollmächtigter Deutscher General Slowakei (Preßburg/Bratislava)
19. April 1945 militärischer Bevollmächtigter des Führers für den Bereich Bayern
8. Mai 1945 Verhaftung durch ein französisches Kommando in Berchtesgarden
1945/1946 Haft in Augsburg, London, Grizedale (GB), Nürnberg, Dachau und Allendorf
15. November 1946 formelle Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft
1946 – 1949 Haft in Nürnberg und Dachau
1947 – 1949 Anklage im Wilhelmstraßen-Prozess
14. April 1949 Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe von 25 Jahren (später auf 10 Jahre ermäßigt)
16. Dezember 1951 Entlassung aus dem Gefängnis Landsberg
1952/53 auf Veranlassung der Firma Bosch als Gebäude- und Maschinenverwalter bei den Stuttgarter Zeitungen
1953 – 1964 Angestellter bei der Vorhangschienenfabrik MHZ in Musberg
September 1964 Zeuge im Prozess gegen den General der Waffen-SS Karl Wolff
ab 1965 Rentner in Gerstetten;
Mitarbeiter der rechtsradikalen Monatszeitschrift “Nation Europa”
5. Januar 1975 Tod in Stuttgart

Literatur

Hoffmann, Alfred: Der “maßlose Drang, eine Rolle zu spielen”: Gottlob Berger, in: Proske, Wolfgang (Hrsg.): Täter, Helfer, Trittbrettfahrer, Bd. 1: NS-Belastete von der Ostalb, Gerstetten 22016, S. 21-51.

Lilla, Joachim: Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch, Düsseldorf 2004, S. 33-35.

Rempel, Gerhard: Gottlob Berger. “Ein Schwabengeneral der Tat”, in: Smelser, Roland/Syring, Enrico (Hrsg.): Die SS. Elite unter dem Totenkopf. 30 Lebensläufe, Paderborn 2000, S. 45-59.

Scholtyseck, Joachim: Berger, Gottlob Christian, in: Baden-Württembergische Biografien, Bd. 4, Stuttgart 2007, S. 13-16.

Scholtyseck, Joachim: Der “Schwabenherzog”. Gottlob Berger, SS-Obergruppenführer, in: Kißener, Michael/Scholtyseck, Joachim (Hrsg.): Die Führer der Provinz (= Karlsruher Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus, Bd. 2), Konstanz 1997, S. 77-110.

Zellhuber, Andreas: “Unsere Verwaltung treibt einer Katastrophe zu…”. Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete und die deutsche Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion 1941-1945 (= Berlin & München. Studien zu Politik und Geschichte, Bd. 3), München 2006.

 

Quellen

IfZ München, ZS 427, Gottlob Berger, Bd. 1.

IfZ München, ZS 427, Gottlob Berger, Bd. 2.

 

Normdaten

GND: 118837419

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