Walther Funk

Staatssekretär im RMVP

Weinbrenner, Hans-Joachim: Handbuch des Deutschen Rundfunks 1938, Heidelberg/Berlin 1938.

Lebenslauf

18. August 1890 Geburt in Trakehnen/Ostpreußen (heute: Jasnaja Poljana)
1908 – 1912 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, Nationalökonomie, Musik und Literatur in Berlin und Leipzig;
Promotion in Rechtswissenschaften
1912 – 1915 Wirtschafts- und Börsenjournalist im Handelsbüro Julius Stringe
1915 – 1916 Einzug zum Ersten Weltkrieg;
Entlassung wegen eines Blasenleidens
1916 – 1920 Redakteur bei der Berliner Börsenzeitung
1920 – 1930 Chefredakteur bei der Berliner Börsenzeitung;
Tätigkeit als Autor, Sachverständiger und Vortragsredner
1928 – 1930 geschäftsführendes Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für deutsche Wirtschafts- und Sozialpolitik“
1. Juni 1931 Eintritt in die NSDAP
1931 – 1933 Wirtschaftsberater der NSDAP in verschiedenen Funktionen
Oktober 1932 Verfasser des „Wirtschaftlichen Aufbauprogramms der NSDAP“  (zusammen mit Gottfried Feder)
1933 – 1938 Reichspressechef der Reichsregierung
1933 – 1937 Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP) mit den Zuständigkeitsbereichen Verwaltung (Abt. I) und Presse (Abt. IV)
1933 – 1938 Vizepräsident der Reichskulturkammer (RKK)
1938 – 1945 Reichswirtschaftsminister
1938/1939 Generalbevollmächtigter für die Wirtschaft
1939 – 1945 Präsident der Deutschen Reichsbank
18. Oktober 1945 Anklage im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess
1. Oktober 1946 Verurteilung zu lebenslanger Haft wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit
18. Juni 1947 Überführung in das Gefängnis Berlin-Spandau
17. Mai 1958 vorzeitige Entlassung wegen gesundheitlicher Probleme
31. Mai 1960 Tod in Düsseldorf

Literatur

Herbst, Ludolf: Walther Funk – Vom Journalisten zum Reichswirtschaftsminister, in: Smelser, Ronald/Syring, Enrico/Zitelmann, Rainer (Hrsg.): Die Braune Elite II, 21 weitere biographische Skizzen, Darmstadt 1993, S. 91-102.

Lilla, Joachim: Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch, Düsseldorf 2004, S. 166f.

 

Normdaten

GND: 116874058

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