Otto Krausskopf

Gruppenleiter im RMfdbO

BArch R 9361-V/25827

Lebenslauf

23. März 1902 Geburt in Oberursel
1908 Gemeindeschule Oberursel
1909 – 1920 Bürgerschule und Städtische Oberrealschule in Erfurt (Abitur)
1920 – 1921 Studium der Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaften an der Handelshochschule und der Universität Leipzig (ohne Abschluss)
kaufmännische Lehre als Werkstudent im Im- und Exportgeschäft
dazwischen unbekannte Tätigkeit, vermutlich im kaufmännischen Bereich
bis 1933 industrieller Verwaltungskaufmann bei den AEG-Büros in Hamburg (bis 1931), Dresden (1932) und Rostock (1933)
1. Juni 1931 Eintritt in die NSDAP
1931 Referent in der wirtschaftspolitischen Abteilung des NSDAP-Gaus Hamburg
Ende 1931 Austritt aus der NSDAP infolge beruflicher Gefährdung bei der AEG, Büro Hamburg, und auf Anraten der Partei im Interesses einer Verbindung zu elektrischen Industrie
1. Mai 1933 Wiedereintritt in die NSDAP
1933 NSDAP-Schulungs- und Propagandawart in der Ortsgruppe Warnemünde
1933 – Juni 1935 NSDAP-Kreisschulungs- und Propagandaleiter Rostock-Stadt
weitere Tätigkeiten als Kreisredner, Schulungsredner und Filmwart der NSDAP
Landesleiter Mecklenburg-Lübeck der Reichsschrifttumskammer
1934 Tätigkeit bei der Stadtverwaltung Rostock
1935 – Dez. 1936 kaufmännischer Geschäftsführer der Adlers Erben Gmbh Druckerei & Verlag, Rostock;
zeitgleich Geschäftsführer der Safari-Verlag GmbH, Berlin
1937 – 1945 Direktor des Verlags für Wirtschaftsschrifttums Otto K. Krausskopf, Berlin (1943 ausgebombt)
ab Aug. 1939 Dienst bei der Wehrmacht
bis Okt. 1943 Gruppenleiter im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete, zunächst in Abt. I-8 “Presse und Aufklärung”;
später Tätigkeit beim Beauftragten für Sonderfragen
Okt. 1943 – Mai 1945 erneuter Dienst bei der Wehrmacht, zuletzt als Oberleutnant
Mai 1945 – Dez. 1947 Internierung in Erding, Gifhorn, Westertimke und Fallingbostel
1948 Entnazifizierungsverfahren in Flensburg (Ausgang unklar, vermutlich aber Kategorie V (Entlasteter))
ab Dez. 1948 Direktor des neu aufgebauten Verlags für Wirtschaftsschrifttums Otto K. Krausskopf, Wiesbaden
ab 1954 zugleich Direktor des Flugwelt-Verlags, Wiesbaden
1962 Bundesverdienstkreuz (Verdienstkreuz am Bande)
1967 abgelehnter Vorschlag für eine höhere Stufe des Bundesverdienstkreuzes (1. Klasse) infolge Bekanntwerdens der politischen Vergangenheit durch das Hessische Wirtschafts- und Verkehrsministerium
5. Juli 1989 Tod in Glücksburg

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 9361-I/1817; R 9361-II/577285; R 9361-V/25827; R 9361-V/33129; R 9361-V/38583; R 9361-IX KARTEI/23021421.

DRK-Suchdienst München, ZNK, Otto Kraußkopf.

HHStA Wiesbaden, Abt. 650 A Nr. 32197; Abt. 650 A Nr. 32799.

LASH, Abt. 460.18 Nr. 384.

 

Normdaten

GND: 127365907; 1136574581

 

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