Heinrich Doppelfeld

Oberregierungsrat im RLM

BArch PERS 6/142024

 

Lebenslauf

9. April 1895 Geboren in Köln (Mülheim)
1901 – 1905 Besuch der Volksschule in Mülheim
1905 – 1913 Besuch des humanistischen Gymnasiums in Mülheim
1913 – 1914 Lehrling in der Firma Ruben & Bielefeld in Köln
1914 – 1918 Kriegsdienst
1918 – 1921 Studium der Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Köln und Frankfurt/Main
1921 – 1923 Syndikus Assistent in der Firma Gottfried Hagen in Köln, Bleiwalzwerk, Accumulatoren- und Gummiwerke
1923 – 1925 Syndikus und Vorstandsmitglied im Lucke-Konzern Schuhfabrik in Erfurt-Weißenfels
1926 Promotion (Dr. rer. pol.) an der Universität Lausanne (Falschangabe von Doppelfeld, tatsächlich am Charleston-College in West-Virginia)
1926 – 1930 Wirtschaftsjournalist in Europa und Übersee
1930 – 1934 Buch- und Betriebsprüfer in der Reichsfinanzverwaltung in Berlin
1. April 1933 Eintritt in die NSDAP (Mitgliedsnummer 1772644)
1934 – 1936 Leitender Revisor in der Deutschen Revisions- und Treuhand A.G. in Berlin
1936 – 1937 Stellvertretender Gruppenleiter im RLM
1. September 1937 Ernennung zum Regierungsrat
1937 – 1938 Gruppenleiter im Luftwaffenverwaltungsamt I 2 (Preis- und Wirtschaftsprüfung)
24. Januar 1938 Antrag um Entlassung aus dem Reichsdienst zum 1. März, welcher entsprochen, aber noch nicht rechtskräftig wurde
8. Juni 1938 Bitte um Rücknahme der Entlassung unter der Begründung, seine mittlerweile geschiedene und mittellose Ehefrau sowie seine Geschwister finanziell unterstützen zu wollen, positiver Bescheid
1. Juli 1938 Ernennung Oberregierungsrat
1938 – 1939  Gruppenleiter im Luftwaffenverwaltungsamt I 2 (Preis- und Wirtschaftsprüfung)
Februar – November 1939 Abteilungschef der Abteilung LF 2 (Wirtschafts- u. Preisprüfung) in der Amtsgruppe GL/F (Industriewirtschaft) beim Generalluftzeugmeister im RLM (Vorgesetzter GL Ernst Udet, Vorgesetzter der Amtsgruppe Ministerialdirektor Alois Cejka)
12. Oktober 1939 Die Personalabteilung stellt fest, dass sein im Ausland erworbener Doktortitel vom Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung nie genehmigt wurde, er in Erfurt 1927 wegen dem unrechtmäßigen Führen eines Doktortitels rechtskräftig verurteilt wurde und er ferner diesen nicht, wie angegeben in Lausanne, sondern in West-Virginia am Charleston-College erwarb
27. Oktober 1939 Abermaliger Antrag um Entlassung aus dem Reichsdienst zum 30. November, welchem entsprochen wurde
1940 – 1941 Vorstandsmitglied der Fittler-Werkzeug-Maschinenfabrik A.G. in Leipzig
1941 – 1943 Generaldirektor in der Firma Magdeburger Werkzeugmaschinenfabrik in Grafenstaden im Elsass
1944 Parteigerichtsverfahren des NSDAP-Kreisgerichts Straßburg wegen parteischädigendem Verhalten und Ausschluss aus der Partei
1943 – 1945 Geschäftsführer der Maximal-Apparatefabrik in Berlin
1945 – 1950 Vertreter des französischen Kontrolloffiziers der I.G. Farben Wirtschaftlicher Sachverständiger
14. September 1950 Wird im Spruchkammerverfahren des Landes Württemberg-Hohenzollern als Entlastet eingestuft
1953 – 1962 Wohnhaft in Rottweil
1962 Gestorben in Rottweil, genaues Todesdatum unbekannt

 

Quellen

BArch PERS 6/142024.

StA Sig Wü 13 T 2 Nr. 1326045.

StA Sig Wü 13 T 2 Nr. 2636116.

Auskunft Melderegister Balingen.

Auskunft Melderegister Haigerloch.

Auskunft Stadtarchiv Rottweil.

 

Anmerkung: Die Biografie entstand unter Mitarbeit von Michael Posur im Rahmen der Quellenübung “Krieg und Fliegen: Die Karrieren und Nachkriegswege von Görings Bürokraten im Reichsluftfahrtministerium” im Wintersemester 2019/20 an der Universität Heidelberg.

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