Rainer Schlösser

Abteilungsleiter im RMVP

DRK-Suchdienst, Vermisstenbildliste, Band VA, S. 58.

Lebenslauf

28. Juli 1899 Geburt in Jena
1917 – 1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg
Studium der Germanistik, Geschichte, Philosophie und evangelischen Theologie (unterbrochen durch kaufmännische Tätigkeit)
Promotion
zeitweise im Schuldienst
1924 kulturpolitischer Mitarbeiter in der völkischen Presse
Okt. 1931 – Okt. 1933 kulturpolitischer Schriftleiter beim „Völkischen Beobachter“ in München
Nov. 1931 Eintritt in die NSDAP
Okt. 1933 Reichsdramaturg im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP)
1935 Leiter der Theaterabteilung des RMVP
Ernennung zum Ministerialdirigenten
1939 Leiter des Kulturamts der Reichsjugendführung als HJ-Obergebietsführer
Leutnant der Reserve, Volkssturm
April/Mai 1945 sowjetische Kriegsgefangenschaft u.a. im Lager Tempelhof
30. Juni 1945 Verurteilung zum Tode durch ein sowjetisches Militärtribunal der 8. Gardearmee
9. August 1945 Hinrichtung durch Erschießen
1997 Aufhebung des Todesurteils

Quellen

DRK-Suchdienst, ZNK, Rainer Schlösser.

LA BW, StAS Wü 13 T2 Nr. 3122/057.

Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Online-Datenbank Deutsche Opfer sowjetischer Verfolgung.

 

Literatur

Haken, Boris von: Der „Reichsdramaturg“ Rainer Schlösser und die Musiktheater-Politik in der NS-Zeit, Hamburg 2007.

Hüpping, Stefan: Rainer Schlösser (1899-1945). Der „Reichsdramaturg“, Bielefeld 2012.

Hüpping, Stefan: Rainer Schlösser – der Dichter-Soldat, in: Düsterberg, Rolf (Hg.): Dichter für das „Dritte Reich“. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. 10 Autorenporträts, Bielefeld 2009, S. 229-258.

 

Normdaten

GND: 11732969X

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