Hans Weidemann

Referent im RMVP

Lebenslauf

22. Mai 1904 Geburt in Essen
1922 – 1927 Studium der Malerei an der Kunstakademie in Düsseldorf

Gesangsausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln

1926 Eintritt in die NSDAP
1930 NSDAP-Propagandaleiter des Gaues Essen, ab 1932 stellv. Gauleiter
1933 Mitarbeiter der NSDAP-Reichspropagandaleitung
März 1933 Referent im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP), Abteilung Propaganda
Vizepräsident der Reichskammer der bildenden Künste
bis Juli 1935 Leiter des Kulturamts der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“
1935 Leiter der Wochenschauproduktion („Büro Weidemann“) im RMVP
Nov. 1935 Vizepräsident der Reichsfilmkammer
1938 Eintritt in die SS
Kriegsberichterstatter bei der Waffen-SS-Standarte „Kurt Eggers“
1944 Kampfpropaganda in Italien (Zusammenarbeit mit Henri Nannen)
1945 untergetaucht als Hans Wallraff, Maler in Friesland
1950 Entnazifizierung als „Mitläufer“
Werbeberater für verschiedene Firmen (u.a. die Strumpffirma Opal) in Hamburg
ab 1964 Werbetätigkeit für den „stern“/Henri Nannen-Verlag in Hamburg (Wettbewerbsleiter „Jugend forscht“, „Jugend trainiert für Olympia“)
Prozess wegen Kriegsverbrechen in Italien
1970 Selbstanzeige wegen vom ZDF vorgebrachten Vorwürfen der Beteiligung an Kriegsverbrechen im italienischen Bevilacqua
Nov. 1975 Tod

Quellen

Derart belastet, in: Der Spiegel, 14.12.1970, S. 88f.

Knüppel und Sack, in: Der Spiegel, 4.1.1971, S. 52-54.

 

Literatur

Brandt, Hans-Jürgen: NS-Filmtheorie und dokumentarische Praxis: Hippler, Noldan, Junghans, Tübingen 1987, S. 44 Anm. 7a.

Klee, Ernst: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, Frankfurt 2007, S. 649f.

Stockhorst, Erich: 5000 Köpfe. Wer war was im 3. Reich?, Kiel 1985, S. 440.

 

Normdaten

GND: 117239437

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