Karl Heinrich Hederich

Abteilungsleiter im RMVP

Lebenslauf

29. Oktober 1902 Geburt in Wunsiedel
1908 – 1918 Besuch der Volks- und Realschule in Wunsiedel
1918 – 1920 Schlosserlehre
1920 – 1922 Bürogehilfe und Bauarbeiter
1921 Mitglied des Bundes Oberland
1922 Eintritt in die NSDAP
1922 – 1924 Tiefbaustudium an der Höheren Technischen Lehranstalt und an der TH München
1923 Teilnahme am „Hitlerputsch“
1925 Abitur in Nürnberg
1929 – 1931 Studium an der TH Danzig und der TH München, Abschluss als Diplom-Ingenieur (Hoch- und Tiefbau)
1930 Mitglied des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbunds (NSDStB)
1931 – 1934 Regierungsbauführer (Baureferendar) bei der Deutschen Reichsbahn
1932 Wiedereintritt in die NSDAP
1932/33 Schriftleiter der Burschenschaftlichen Blätter
1933 von Rudolf Heß zusammen mit Oskar Stäbel und Gerhard Krüger zum „Beauftragten der NSDAP für die Behandlung aller die studentischen Verbände angehenden Fragen“ ernannt, stellv. Bundesführer der Deutschen Burschenschaft
Mai 1934 – 1945 Geschäftsführer der Parteiamtlichen Prüfungskommission zum Schutze des nationalsozialistischen Schrifttums (PPK), ab 1936 stellv. Vorsitzender
Aug. 1937 – Okt. 1938 Leiter der Abteilung Schrifttum im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP), Ernennung zum Ministerialrat, Vizepräsident der Reichsschrifttumskammer
1941 – 1945 Soldat in der Wehrmacht
1943/44 nach Verwundung zivile Tätigkeit beim Chef der Kanzlei des Führers im kulturpolitischen Referat
April – Aug. 1945 russische Kriegsgefangenschaft
Dez. 1945 – Sept. 1948 Internierung in Recklinghausen und Fallingbostel und Zeugenhaft in Nürnberg
1948 – 1972 Diplomingenieur bei der Firma Heinrich Weller Stahlbau in Mönchengladbach
Oktober 1949 Einstufung als „Minderbelasteter“ im Entnazifizierungsverfahren in Düsseldorf
10. März 1976 Tod in Mönchengladbach

Quellen

LA NRW Abteilung Rheinland, NW 1000-EÜ 7099.

 

Literatur

Grüttner, Michael: Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik (= Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte, Bd. 6), Heidelberg 2004, S. 72.

Klee, Ernst: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, Frankfurt 2007, S. 226f.

 

Normdaten

GND: 104216522

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