Wilfred von Oven

Referent im RMVP

Lebenslauf

4. Mai 1912 Geburt in La Paz (Bolivien)
Studium der Politikwissenschaft und Nationalökonomie in Berlin und Rostock
Mai 1931 Eintritt in die NSDAP
1935/36 Ausbildung an der Reichspresseschule in Berlin
1936 Kriegsberichterstatter für den Scherl-Verlag in Berlin und Angehöriger der Legion Condor
1939 Einberufung, Teilnahme am Polenfeldzug in einer Propagandakompanie
1940 – 1943 weitere Einsätze in Propagandakompanien als Kriegsberichterstatter
1943 – 1945 persönlicher Pressereferent von Goebbels im Ministerbüro des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP)
1945 untergetaucht
ab 1950 Informant für die Organisation Gehlen und den BND
1951 Übersiedlung nach Argentinien
ab 1952 Auslandskorrespondent für verschiedene Zeitungen (u.a. Spiegel, FAZ) und Journalist in Argentinien
1962 Gründung der deutschnationalen Zeitschrift „Deutsche Kommentare am Rió de la Plata“, ab 1967 „La Plata Ruf“, Chefredakteur
1974 Veröffentlichung von „Finale Furioso. Mit Goebbels bis ans Ende“
1987 Veröffentlichung von „Wer war Goebbels? Biographie aus der Nähe“
Auftritte als Redner und Zeitzeuge vor rechtsextremen Vereinigungen und in Fernsehsendungen
13. Juni 2008 Tod in Buenos Aires (Argentinien)

Literatur

Düsterberg, Rolf: Soldat und Kriegserlebnis. Deutsche militärische Erinnerungsliteratur (1945-1961) zum Zweiten Weltkrieg. Motive, Begriffe, Wertungen, Tübingen 2000, S. 256.

Finkenberger, Martin: Einwandfreie Persönlichkeit. Wie Goebbels‘ Adjutant nach 1945 das Lateinamerikabild der BRD mitprägte, in: Neues Deutschland, 4. Mai 2019.

Klee, Ernst: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, Frankfurt 2007, S. 445f.

 

Normdaten

GND: 119506483

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