Leopold Gutterer

Staatssekretär im RMVP

ÖNB Wien, P 914/4, online: http://www.bildarchivaustria.at/Preview/1252895.jpg

Lebenslauf

25. April 1902 Geburt in Baden-Baden
Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft
1925 Eintritt in die NSDAP
1927 – 1929 Gründung mehrerer nationalsozialistischer Kampfblätter in Frankfurt a.M.
politische Haftstrafen
ab 1931 Tätigkeit für die NSDAP in Hannover tätig, zuletzt Gaupropagandaleiter des Gaues Südhannover-Braunschweig
Jan. 1933 Mitwirkung am Wahlkampf in Lippe (Organisation der „Führerkundgebungen“)
März 1933 Berufung ins Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP), u.a. Sachbearbeiter für Staatsfeiertage und Großkundgebungen
1935 Ernennung zum Oberregierungsrat
1937 Ernennung zum Ministerialrat
1938 – 1940 Leiter der Propagandaabteilung des RMVP und Ministerialdirektor
1941 – 1944 Staatssekretär im RMVP, Stellvertreter des Ministers
1944 Vorsitzender des Vorstands der Ufa
1944 – 1945 Wehrdienst in einer Panzerjäger-Abteilung
1945 – 1947 kurzzeitig amerikanische Kriegsgefangenschaft, dann untergetaucht, Tätigkeit als Bauernknecht in der Rhön
1947 Internierung im Lager Hammelburg
Einstufung als „Hauptschuldiger“ im Entnazifizierungsverfahren
1948 Einstufung als „Belasteter“ durch die Berufungskammer Nürnberg
1955 – 1962(?) Geschäftsführer der Aktualitäten-Lichtspiele (ALI) Düsseldorf
Direktor des Theaters Aachen
27. Dez. 1996 Tod in Aachen

Literatur

Boelcke, Willi A.: Kriegspropaganda 1939-1941. Geheime Ministerkonferenzen im Reichspropagandaministerium, Stuttgart 1966, S. 57-59.

Klee, Ernst: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, Hamburg 22016, S. 212.

Munzinger Online/Personen – Internationales Biographisches Archiv, Eintrag „Gutterer, Leopold“, URL: http://www.munzinger.de/document/00000001312.

 

Normdaten

GND: 124419380

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