Hans Hinkel

Abteilungsleiter im RMVP

Bundesarchiv, Bild 183-S70002 / CC-BY-SA 3.0

Lebenslauf

22. Juni 1901 Geburt in Worms
Abitur in Worms
1919/20 Studium der Staatswissenschaft und Philosophie in Bonn und München, ohne Abschluss
1920 Mitglied des Freikorps Bund Oberland
4. Okt. 1921 Eintritt in die NSDAP
1923 Teilnahme am Hitler-Putsch in München, Flucht nach Niederbayern
Juni 1924 – Nov. 1926 Herausgeber der „Völkischen Innwacht“ bzw. „Inn- und Salzachwacht“ in Neuötting
Sept. 1926 Geschäftsführer der NSDAP-Gauleitung Hessen-Nassau in Kassel
1927 beteiligt am Aufbau des „Kampfverlags“ der Gebrüder Strasser in Berlin
1930 Mitglied des Reichstags für die NSDAP
NSDAP-Presseleiter des Gaus Berlin, Herausgeber der „Deutschen Kultur-Wacht“
1931 Eintritt in die SS
30. Januar 1933 Staatskommissar zur besonderen Verwendung beim Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, zuständig für die „Entjudung des kulturellen Lebens“
Mai 1935 Geschäftsführer der Reichskulturkammer als Reichskulturwalter
Juli 1935 Sonderbeauftragter im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP): „Sonderreferat Reichskulturwalter Hinkel betr. Überwachung der geistig und kulturell tätigen Juden im deutschen Reichsgebiet“
Okt. 1940 Ministerialdirigent, zuständig für Truppenbetreuung
Juni 1941 Ministerialdirektor
Sept. 1942 Heirat mit Anneliese Spada-Kambeck
Juni oder Juli 1944 Leiter der Abteilung Film im RMVP, Reichsfilmintendant, Vizepräsident der Reichskulturkammer
1945 interniert
1947 polnische Gefangenschaft, wegen Raub polnischer Kulturgüter nach Polen überstellt
1952 Einstufung als „Minderbelasteter“ durch den Entnazifizierungs-Hauptausschuss Hildesheim
8. Februar 1960 Tod in Göttingen

Literatur

Boelcke, Willi A.: Kriegspropaganda 1939-1941. Geheime Ministerkonferenzen im Reichspropagandaministerium, Stuttgart 1966, S. 85-88.

Klee, Ernst: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, Frankfurt 2007, S. 249f.

Patzelt, Peter: Ein Bürokrat des Verbrechens. Hans Hinkel und die „Entjudung“ der deutschen Kultur, in: Behmer, Markus (Hg.): Deutsche Publizistik im Exil 1933-1945. Personen – Positionen – Perspektiven. Festschrift für Ursula E. Koch, Münster 2000, S. 307-317.

Steinweis, Alan E.: Hans Hinkel and German Jewry, 1933-1941, in: Leo Baeck Institute Yearbook 38 (1993), S. 209-219.

 

Quellen

Hinkel, Hans: Einer unter Hunderttausend, München 1938.

 

Normdaten

GND: 116897007

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