Anton Fellner

Referent im RMfdbO

Lebenslauf

19. März 1908 Geburt in Laakirchen (b. Gmunden), Österreich
Volksschule in Linz
Realgymnasium in Linz (Abitur)
Mitglied des Österr. Cartellverbande, der Vaterländischen Front und des Steirischen Heimatschutzes
bis 1933 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Wien;
Promotion zum Dr. iur.
1933 Rechtsanwaltsanwärter im Bezirks- und Landesgericht Linz
1934 – 1938 Rechtsanwalt in der Kanzlei Josef Plakolm, Linz
1. September 1933 Eintritt in die verbotene NSDAP;
Eintritt in die verbotene SS
1933 – 1934 Chefredakteur der “Alpenländischen Morgen-Zeitung”
1934 – 1938 ständiger Vertrauensmann der Gestapo für den Gau Oberösterreich
1935 – 1936 Propaganda- und Presseleiter der NSDAP-Landesleitung Österreich
1935 – 1938 Gaupresseleiter in Oberösterreich
1936 – 1944 Chefredakteur des “Österreichischen Beobachters”
20. April 1937 Beförderung zum SS-Untersturmführer
12. März 1938 Verkündung vom “erfolgreichen Abschluss der Machtergreifung” im Rundfunksender Linz
1. Mai 1938 offizieller Eintritt in die NSDAP
Juni 1938 – 1942 Leiter des Gaupresseamts Oberdonau
1938 – 1942 Leiter der Abteilung IId (Kultur- und Gemeinschaftspflege) beim Reichsstatthalter Oberdonau (= Kulturbeauftragter des Gauleiters und Reichsstatthalters von Oberdonau)
ca. 1938 Ernennung zum Oberregierungsrat
25. Juli 1938 Beförderung zum SS-Obersturmführer
1939 Einstellung eines Parteigerichtsverfahrens wegen Unterschlagung von Parteigeldern vor dem “Anschluss”
1941 – 1942 Dienst bei der Wehrmacht als Kriegsberichterstatter
Juni 1942 – 1943 Referent in der Abt. I-8 (Presse und Aufklärung) im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
1943 – 1944 Übernahme in die Waffen-SS und Mitglied der SS-Standarte “Kurt Eggers”
Juni – Aug. 1944 Gestapo-Haft in Wels wegen Veruntreuung von Geldern
10. August 1944 strafweise Versetzung zu einer Kampfeinheit der Waffen-SS
ab Okt. 1944 Jurist in der Zivilverwaltung des Obersten Kommissars für die Operationszone “Adriatisches Küstenland” (OAK)
Mai 1945 – Jan. 1947 britische Kriegsgefangenschaft in Terni und Rimini
1947 – 1948 Haft in Freisritz/Kärnten;
Anklage auf Grundlage des Kriegsverbrechergesetzes (KVG) und Verbotsgesetzes (VG)
1950 bzw. 1951 Einstellung des KVG-Verfahrens bzw. Amnestierung im VG-Verfahren
ab 1951 Tätigkeit bei der VÖEST, Linz, dort u.a. auch als Herausgeber einer Betriebszeitung
10. Januar 1967 Tod in Linz

 

Literatur

Art. “Anton Fellner (1908-1967)”; in: Online-Auftritt des Oberösterreichischen Landesarchivs, o.J.

Art. “Anton Fellner, Dr.”, in: Biografische Datenbank des Oberösterreichischen Landesarchivs. 

Art. “Fellner, Anton”, in: Baur, Uwe/Gradwohl-Schlacher, Karin: Literatur in Österreich 1938-1945. Handbuch eines literarischen Systems, Bd. 3: Oberösterreich, Wien/Köln/Weimar 2014, S. 186-191.

Schafranek, Hans: Anton Fellner, in: Online-Auftritt des Oberösterreichischen Landesarchivs, o.J.

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 1501/206205; R 9361-I/11254; R 9361-III/523867;  R 9361-IX KARTEI/8530325

 

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