Harro Schulze-Boysen

Referent im RLM | Offizier im Luftwaffenführungsstab

Unknown, Shulze-Boysen, Harro, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Lebenslauf

2. September 1909 Geboren in Kiel
1920 Aufenthalt bei einer schwedischen Gastfamilie des sozialdemokratischen Justizministers Hasselrot
1923 Verhaftung durch Franzosen während der Besetzung des Ruhrgebiets
1928 Abitur in Duisburg
1928 – 1930 Mitgliedschaft des Jungdeutschen Ordens
1928 – 1931 Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg und Berlin (ohne Abschluss)
1931 Redakteur der linksliberalen Zeitschrift „Der Gegner“
1932 – 1933 Mitherausgeber der Zeitschrift
26. April 1933 Die Zeitschrift wird verboten, Redaktionsräume werden von der SA zerstört, Schulze-Boysen gerät kurzzeitig in Haft
1933 Ausbildung an der Deutschen Verkehrsfliegerschule in Warnemünde
1934 – 1941 Nachrichtenabteilung „Fremde Luftmächte“ im RLM
1936 Reserveoffiziersausbildung an der Luftnachrichtenschule Halle/Saale
16. Juli 1936 Heirat mit Libertas Haas-Heye in Liebenburg
Seit 1938 Spionagetätigkeiten u. a. für sowjetische Nachrichtendienste
1940 – 1941 Studium der Auslandswissenschaften in Berlin (ohne Abschluss)
1941 Beteiligt sich an Widerstandsaktionen der „Roten Kapelle“
1941 – 1942 Ernennung zum Oberleutnant, tätig im Luftwaffenführungsstab des Generalstabs der Luftwaffe im RLM
1941 Versuch über den sowjetischen Nachrichtendienst deutsche Angriffspläne weiterzuleiten
31. August 1942 Verhaftung von Schulze-Boysen und seiner Frau
19. Dezember 1942 Wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ und „Landesverrat“ zum Tod verurteilt
22. Dezember 1942 Erhängt in Berlin, seine Frau wurde am selben Tag hingerichtet

Literatur

Coppi, Hans: Harro Schulze-Boysen – Wege in den Widerstand. Eine biographische Studie, Koblenz 1995².

 

Normdaten

GND: 118935437

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.