Johannes „Hans“ Barth

Ministerialdirigent im RMfdbO

Illustrierter Beobachter, Jg. 17, Folge 2, 8. Januar 1942.

Lebenslauf

17. Juli 1890 Geburt in Dresden
1901 – 1911 Abitur am Kgl. Gymnasium zu Dresden-Neustadt
1911 – 1912 Studium in Leipzig und München
1912 – 1914 Studium an der Forstakademie in Tharandt
1914 – 1918 Kriegsdienst an West- und Ostfront (ab 1916 im Felde)
1916 Diplom-Forstexamen in Tharandt
Aug. 1918 – Juni 1919 Verwundung und anschließender Aufenthalt im Lazarett
28. August 1920 Prüfung für den höheren Staatsforstdienst im Freistaat Sachsen
31. August 1920 Ernennung zum planmäßigen Forstassessor;
Stelle als planmäßiger Hilfsarbeiter in der Sächsischen Forsteinrichtungsanstalt
ab 1927 Forstmeister und Vorstand des Forstamtes Adorf/Sachsen
1931 – 1935 Verwalter der vereinigten Forstämter Adorf-Brambach
1. November 1932 Eintritt in die NSDAP
1933 – 1935 Fachberater für Forstwirtschaft innerhalb der Kreisbauernschaft Obervogtland/Oelsnitz
1935 – 1939 Oberforstmeister und Mitglied der Sächsischen Landesforstdirektion
1939 – 1945 Tätigkeit im Reichsforstamt (Berlin)
ab Juni 1941 Leiter der Chefgruppe Forst und Holz im Wirtschaftstab Ost
ab 1941 Leiter der Sondergruppe 2 (Forst- und Holzwirtschaft) in der Chefgruppe Wirtschaftspolitische Kooperationen im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO)
ab 1942 Leiter der Chefgruppe III Forst und Holz im RMfdbO
ab Juli 1942 Ernennung zum Ministerialdirigenten
Juni 1945 – März 1946 Internierung durch die amerikanische Militärregierung u.a. in Garmisch-Partenkirchen
ab 1947 Forstbeamter im Forsthaus Gradberg, Forstamt Neuenheerse
August 1947 Einstufung in Kategorie IV (Mitläufer) durch den Entnazifizierungsausschuss Warburg

Literatur

Lilla, Joachim: Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch, Düsseldorf 2004, S. 462f.

Schulz, Andreas/Zinke, Dieter: Die Militärverwaltungsbeamten der deutschen Wehrmacht im Generalsrang, Bayreuth 2015, S. 394-400.

Zellhuber, Andreas: „Unsere Verwaltung treibt einer Katastrophe zu…“. Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete und die deutsche Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion 1941-1945 (= Berlin & München. Studien zu Politik und Geschichte, Bd. 3), München 2006.

Quellen

BArch Berlin, R 3701/642; R 9361-I/130.

LA NRW Abt. Rheinland, NW 1070-KATG. IV Nr. 7.

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